Der Sparstrumpf ist ein Auslaufmodell

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 26.04.2012
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Es ist ein wenig wie an Silvester: Das alte Jahr wird mit den besten Vorsätzen verabschiedet und kaum hat das neue Jahr begonnen, werden ebendiese wieder über Bord geworfen.


 

Die Eurozone steckt mitten in einer Schul- denkrise veritablen Ausmaßes. Die notwendige wie naheliegende Konsequenz sind Sparmaßnahmen. Diese mussten Länder wie Irland, Griechenland oder Portugal schon deshalb auflegen, um an die dringend benötigten Hilfsgelder seitens der europäischen Nachbarn zu gelangen. Nachdem sich der Rauch etwas gelegt hat, wird fleißig zurückgerudert. Um die wirtschaftliche Stabilität nicht zu gefährden, werden die Sparmaßnahmen abgespeckt. 

Auch die EZB hatte sich eine Art Sparkurs verordnet. Die Geldschleuder sollte deaktiviert, die Aktivitäten im An- leihenmarkt zurückgefahren werden. Vor allem Deutschland drängt darauf, die Liquiditätsschleuse dichtzumachen. Der EZB-Vorsitzende Mario Draghi hat sich nun klar gegen einen Rückzug der EZB ausgesprochen. Die zentrale Aufgabe der EZB, Preisstabilität zu gewährleisten, scheint auf Draghis Agenda an Gewichtung verloren zu haben. 

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