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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 07.06.2010

Der Cocktail, den die europäischen Anleger in den vergangenen Tagen vorgesetzt bekamen, ist ungenießbar

Der Cocktail, den die europäischen Anleger in den vergangenen Tagen vorgesetzt bekamen, ist ungenießbar

Ein Schuss schlechter Konjunkturdaten aus den USA, eine ordentliche Portion Ungarn und eine Prise China sind die Zutaten, die den Börsianern die Lust an ihren Aktien genommen haben.

Mit moderatem Optimismus hatten die Marktteilnehmer auf den US-Arbeitsmarktbericht gewartet, der am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde. Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Gerechnet wurde mit einem Anstieg der Beschäftigtenzahl auf 515.000. Tatsächlich wurden in den USA im vergangenen Monat lediglich 431.000 Stellen geschaffen. Damit verstärkt sich der Eindruck, dass der Aufschwung in den USA nicht in der erwarteten Geschwindigkeit vonstatten geht. Der Euro erhielt abermals einen gewaltigen Nackenschlag und musste sich im Kampf um die Marke von 1,20 USD geschlagen geben, nachdem Ungarn eine weitere Hiobsbotschaft für die europäische Gemeinschaftswährung bereithielt. Der Sprecher der neu in das Amt gewählten Regierung Ungarns trat am Freitag vor die Presse und wies darauf hin, dass in Ungarn ein zweites Griechenland drohen könnte, da die Vorgängerregierung die Bilanzen zum Haushalt gefälscht habe. Wie sich die Verhältnisse letztlich tatsächlich darstellen ist noch unklar, da die Prüfung des Haushalts noch in vollem Gange ist. Es darf also durchaus gefragt werden, ob es tatsächlich nötig war, ohne Ansehen der Fakten zusätzliches Öl in das Feuer zu gießen?

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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