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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 19.01.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 19.01.2012:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Das Thema des Herbstes 2011 ist durch

Die zweite Finanzkrise führte zwar in eine Delle, aber in keine Rezession, wie vielfach befürchtet. Auch der IMF lenkt ein und das „R-Wort“ ist abgehakt.

 

Die IMF-Konjunkturhochrechnungen bis 2016 sind eine brauchbare Indikation dafür, wie es weitergeht. Sie zeigen zunächst zwei Unterschiede:

China und Indien laufen im Wachstum weit voraus. Dafür sind die zugrundeliegenden Beträge jedoch nach wie vor bescheiden. Wir hatten auf diesen Umstand mehrfach hingewiesen.

Die Industriestaaten des Westens treten vorsichtiger, aber: Die USA legen deutlich mehr zu als Europa. Sollte sich diese Schätzung als richtig erweisen, was wir annehmen, gewinnen die USA in Dollar gerechnet mehr als die zwei großen Schwellenländer China und Indien.

Verwunderlich: Deutschland ist auf dieser Liste Schlusslicht. Der IMF stellt die deutsche Exportabhängigkeit als wichtigste Ursache heraus. Das erscheint merkwürdig, entspricht aber der IMF-Stellung seit Jahrzehnten. Eine starke Exportwirtschaft ist den IMF-Experten stets ein Dorn im Auge, was auch für Japan gilt. Wir halten ein Plus von 1,3 % als jährliches Wachstum in Deutschland allerdings für falsch bzw. zu vorsichtig. Auch hier gilt: Die Prozentänderung ist etwas anderes als die Wertänderung in Euro oder Dollar. Warum?

Der Welthandel erreicht in diesem Jahr 16,6 bis 16,8 eventuell 17 Billionen $. Es entsteht entweder in diesem Jahr oder 2013 ein neuer Rekord. Daran partizipiert Deutschland deshalb in besonderer Form, weil der größere, werthaltigere Teil dieses Handels weniger auf Investitionen beruht. Dieser Aspekt wird im Frühjahr weiter zu konkretisieren sein.

Der letzte Trendindikator zu Gunsten dieser Entwicklung hat gedreht. Nach ifo und GfK und im Ansatz ZEW gibt nun auch die Sentix-Marktstimmung das gleiche Signal.

Diese Marktstimmung ist die empfindlichste in ihrer Ursache und Wirkung. Nun heißt die Frage: Reicht diese Marktstimmung nur bis zur Spitze von Anfang letzten Jahres oder bis zur alten Spitze von 2007 mit damals über 40? Wir interpretieren diesen Sachverhalt in Richtung dessen, was schon früher begründet worden ist: Wenn es eine Marktdelle war, die sich in dieser Stimmung spiegelt, dann ist die Rückkehr zur Normalität bzw. der Durchschnitt der langfristigen Erwartung ein Endwert von mindestens + 30. Das aber rechtfertigt einen deutlich höheren Stand aller Kurse in den kommenden zwei Jahren. Bitte beachten: Die Sentix-Spitze entsprach dem DAX von 8.200. Das Tief 2009 entsprach dem DAX-Tief von 3.600. Das letzte Hoch im vergangenen Jahr waren 7.500 und schließlich das letzte Tief in der Schuldenkrise rund 5.000. Also: Wo liegt dann das DAX Potenzial, wenn der Sentix das genannte Ziel anpeilt? Höher als viele denken.

Gewinnt der deutsche Aktienmarkt eine andere und völlig überraschende Stütze? Das hatten wir bereits in der AB-Daily am letzten Freitag zur Diskussion gestellt. Unterschätzen Sie diese Wirkung nicht: Entdecken die deutschen Privatanleger im Zuge der Asset-Wette die Aktien neu oder wieder, entsteht eine Breitenwirkung für das gesamte Marktgeschehen im Sinne echter Investments, was es in dieser Form zuletzt vor 20 Jahren gab. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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