Commerzbank AG – verfehlt Markterwartungen

Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 05.05.2016
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Cleverselect Investments

Die Commerzbank AG legte am Dienstag ihre Zahlen des abgelaufenen ersten Quartals vor, die unter den Erwartungen lagen. Die Commerzbank-Aktie brach in erster Reaktion um über 10% ein. Im ersten Quartal brach der Gewinn um 55% auf 162 Mio. € ein. Der operative Gewinn fiel auf 273 nach 670 Mio. € im Vorjahr. Die Erträge vor Risikovorsorge sanken von 2,80 auf 2,30 Mrd. €.


Im Privatkundengeschäft stieg der operative Gewinn auf 191 Mio. €, nach 157 Mio. €. Allerdings profitierte dieser Geschäftsbereich von einem Sondereffekt in Höhe von 44 Mio. € , da der Commerzbank Geld aus einer Sonderdividende der Euro Kartensysteme GmbH zufloss. 

Die Kosten konnten im ersten Quartal weiter gesenkt werden. So lag der Verwaltungsaufwand bei 1,89 Mrd. € nach 1,96 Mrd. €.


 

Für Risikokredite musste die Bank weniger Geld zurücklegen - die Risikovorsorge ging auf 158 von 148 Mio. € zurück. 

Der neue Vorstandchef Martin Zielke, der am 1. Mai Martin Blessing abgelöst hatte, wiederholte vor dem Hintergrund eines solch schwachen ersten Quartals die pessimistische Einschätzung seines Vorgängers: 

"Es wird deutlich ambitionierter, das Konzernergebnis von 2015 zu erreichen." Im vergangenen Jahr lag der Nettogewinn bei 1,06 Mrd. €.

Nachdem Kursrutsch bewertet die Börse die Commerzbank noch mit 10,12 Mrd. €. Der Jahresgewinn ist denkbar schwer zu schätzen. Nach diesem Start wird er wohl unter 1 Mrd. € liegen. 

Wir kalkulieren mit einem Nettogewinn von 750 Mio. €. In diesem Fall liegt das KGV bei 13,49, was eigentlich nicht zu teuer ist. 

Zwar steht die Commerzbank mit einem Milliardengewinn besser da als die Deutsche Bank mit einem Milliardenverlust (6,70 Mrd. €), aber die Branche bleibt schwierig. 

Der Chart lädt auch nicht zum Einstieg ein.

In diesem Artikel erwähnt:

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