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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 19.02.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 19.02.2012:

Börsenbrief BÖRSE am Sonntag
BÖRSE am Sonntag

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Burmester: Edles für Auge und Ohr

Wenn von kompromissloser Musikwiedergabe die Rede ist, fällt regelmäßig der Name Burmester. In seiner über 30-jährigen Geschichte hat sich das Unternehmen einen hervorragenden Ruf erarbeitet, nicht nur wegen des Klangs, sondern auch wegen des Designs.

 

Die Entstehung von Burmester Audiosysteme ist einem Zufall zu verdanken. Eigentlich war Firmengründer Dieter Burmester mit der Entwicklung medizinischer Messgeräte beschäftigt. Als jedoch eines Tages der Vorverstärker des Hobbymusikers kaputtging und er kein Gerät fand, das seinen Ansprüchen genügte, baute der Ingenieur kurzerhand ein Messgerät um. Der Erfolg war so groß, dass daraus der erste Verstärker der Firma, der Burmester 777 (die Ziffern stehen für Jahr und Monat der Entstehung, also Juli 1977) hervorging und Burmester eine Firma für hochwertige Audiokomponenten gründete.

Bereits im folgenden Jahr gelang ihm mit dem Vorverstärker 785, dem ersten Hi-FiGerät mit einer Chromfront, ein Coup. Damit begründete der Berliner Hersteller einen weltweiten Trend im hochpreisigen Audiosegment, der die eher barock wirkenden, oft noch mit Holzteilen und goldfarbenen Fronten versehenen Verstärker der 70er-Jahre ablöste.

Das blieb aber nicht die einzige Innovation. 1980 überraschte Burmester die Branche mit einem Vorverstärker mit steckbaren Modulen für verschiedene Signalquellen. Die digitale Revolution der Musikwiedergabe haben die Berliner 1991 mit dem ersten riemengetriebenen CD-Laufwerk begleitet. Der Vorteil dieser Konstruktion liegt unter anderem darin, dass die Erschütterungen der Antriebseinheit weniger stark auf die CD und den Laser übertragen werden.

Burmester hat sich aber auch schon früh Gedanken über die Grundlagen elektronischer Musikerzeugung gemacht. Die beginnt bekanntlich beim Strom, durch dessen Umwandlung die Musik erst zum Klingen gebracht wird. Ergebnis der Forschungen war der Power Conditioner, mit dem die Hi-Fi-Anlage von Stromschwankungen, die je nach Tageszeit ein unterschiedliches Klangbild erzeugen können, befreit wird.

traditionelles Handwerk trifft Hightech

Bei Entwicklung und Herstellung setzt der Berliner Hersteller auf eine Symbiose aus traditioneller Fertigung und fortschrittlicher Technologie. Jedes Gerät wird in sorgfältiger Handarbeit hergestellt. Bei der Konstruktion und der Qualitätskontrolle kommen dagegen modernste Messverfahren zum Einsatz. Die verbauten Komponenten werden vor dem Einbau aufwendigen Kontrollen unterzogen, um so eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten. Vor der Auslieferung durchlaufen die Geräte dann noch eine Endabnahme, die bis zu 300 Einzelmessungen umfassen kann.

Physik ist jedoch nicht alles. Gerade bei der Musikwiedergabe gilt, dass Messwerte allein keine vollständige Erkenntnis über das klangliche Potenzial bringen. Daher werden neben Messungen auch umfangreiche Hörtests durchgeführt.

Angesichts der aufwendigen Herstellung sind die Stückzahlen gering. Gerade einmal 1.500 bis 2.000 Geräte verlassen jedes Jahr das Werk. Derartige Qualität hat natürlich ihren Preis: Komplette Anlagen kosten so viel wie gut ausgestattete Mittelund Oberklasselimousinen. Als einer der wenigen Hersteller im sogenannten High-End-Segment bietet Burmester komplette Anlagen an. Das Sortiment reicht von Verstärkern über CD-Spieler und Empfangsgeräte bis hin zu Lautsprechern und Zubehör. Für Heimkinofreunde gibt es ein komplettes Home Theatre System und auch an die Unterbringung der Geräte haben die Berliner mit speziellen Regalen, sogenannten Racks, gedacht. Selbst unterwegs müssen Musikfreunde nicht auf erlesenen Klang verzichten: Zum Programm gehören auch Lautsprecher für Luxusfahrzeuge von Bugatti sowie Komponenten speziell für Jachten. Übrigens: Trotz der Herausforderungen eines Unternehmers hat Gründer Dieter Burmester bis heute nicht die Liebe zur Musik verloren. Der Gitarrist komponiert, macht Aufnahmen im eigenen Studio und tritt gelegentlich mit verschiedenen Bands auf. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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