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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 26.05.2015

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 26.05.2015:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Beruhigung an den Finanzmärkten

Na, da habe ich doch den richtigen Zeitpunkt für unseren Urlaub gewählt: Viel passiert ist nicht. Die vielen Krisen schwelen noch, doch von einer Eskalation sind wir weit entfernt. Im Gegenteil, es gibt Annäherungen in Sachen Griechenlandkrise (IWF-Tranche soll nun doch bezahlt werden) und Russland/Ukraine-Krise (man redet intensiv miteinander).

Schwacher Euro 

Der DAX hat sich auf eine Handelsspanne von 11.300 bis 11.850 Punkte eingeschossen. Vor dem Hintergrund der beschleunigten Anleiheaufkäufe der EZB wurde der Euro wieder deutlich unter die kritische Marke von 1,15 USD/EUR auf nunmehr 1,09 USD/EUR gedrückt. Der wieder schwache Euro macht die Export-Weltmeister im DAX wieder attraktiv für internationale Anleger, entsprechend notiert der DAX derzeit am oberen Ende der Handelsspanne.

Überhaupt gab es in den vergangenen Wochen jede Menge Quartalszahlen deutscher Unternehmen, die dank des schwachen Euros positiv überraschten. Dazu gehörten Infineon, Lufthansa, Evonik, Kuka, Allianz, BMW, Lanxess, Conti, Beiersdorf, Henkel, GEA, Talanx, RWE, Dt. Telekom, Zalando, ThyssenKrupp, Stabilus, Sixt und VTG. Dank dieser Flut von positiven Ergebnisüberraschungen ist die Stimmung an den Börsen trotz der Kursgewinne noch immer verhalten optimistisch.

Schauen wir einmal, wie sich diese positive Entwicklung in den wichtigsten Indizes im Wochenvergleich niedergeschlagen hat:

WOCHENPERFORMANCE DER WICHTIGSTEN INDIZES


Der DAX konnte im Wochenvergleich um 2,2% zulegen während der Dow Jones mit -0,1% wieder einmal hinterherhinkt. Die Ursache steht direkt darunter: Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar um -3,5% verloren.

Die US-Dollarstärke hat sich nur teilweise auf den Goldpreis niedergeschlagen, der um -1,2% abgab. Gemessen in Euro hat der Goldpreis diese Woche um 2% zugelegt. Dies ist als relative Stärke des Goldes zu sehen.

Der Ölpreis (Nordseeöl) gab ebenfalls mit -2,3% deutlich ab, notiert jedoch nach wie vor deutlich über dem Korrekturniveau von 47 USD/Fass. Das Preisniveau zwischen 50 und 70 USD/fass halte ich für gesund für die Wirtschaft sowie für die Ölindustrie.

Das Kupfer sowie der Baltic Dry Verschiffungsindex befinden sich hingegen deutlich auf dem Rückzug. Das sind in der Regel Vorboten für schwache Konjunkturentwicklungen. Ein Warnsignal, das wir im Auge behalten müssen.

Schauen wir uns einmal die Entwicklung der Stimmung unter den Anlegern an.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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