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Veröffentlicht von Redaktion am 19.07.2011

Beim Banken-Stresstest lohnt ein zweiter Blick

Beim Banken-Stresstest lohnt ein zweiter Blick

Acht Banken sind durch den Stresstest gefallen, die Marktteilnehmer hatten im Vorfeld mit einer deutlich größeren Zahl von Problemfällen gerechnet. Die logische Folge wären Kursgewinne bei den Aktien aus dem Finanzsektor gewesen. Dass es anders kam, liegt daran, dass den Anlegern die Kriterien des Stresstests nicht streng genug waren. Schnell wurde gerechnet, wie das Ergebnis aussähe, wenn zum Beispiel mögliche Haircuts in das Testszenario eingeflossen wären.

 

Ein Schuldenschnitt von 60 Prozent in Griechenland sowie von 40 Prozent für Portugal und Irland unterstellt, würde laut Goldman Sachs 18 europäische Kreditinstitute in arge Bedrängnis bringen. Der Kapitalbedarf der Banken würde auf 26 Mrd. € steigen, im Stresstest wurde mit gerade mal einem Zehntel dieser Summe kalkuliert. Fern der Realität ist ein Haircut dieser Größenordnung keineswegs. Kein Wunder also, dass die Kurse der Bankaktien weiter schwächeln. 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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