Atomausstieg schon im Jahr 2017?

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 26.05.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

In der gestrigen Ausgabe hatten wir darüber berichtet, dass die Bundesregierung mit dem Gedanken spielt, auf die Brennelemente-Steuer zu verzichten. Angesichts dieser frohen Kunde gab es bei den Aktien von E.ON und RWE einen kräftigen Kurssprung. In diesem Zusammenhang hatten wir darauf hingewiesen, dass es weiterer positiver Nachrichten bedarf, um eine Trendwende im Kursverlauf herbeizuführen.


 

Es hat keine 24 Stunden gedauert, bis der Spekulationen über einen neuerlichen Nackenschlag für die Energiekonzerne die Runde machten. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass im Umweltbundesamt eine Studie unter Verschluss gehalten wird, wonach ein Ausstieg aus der Stromerzeugung mittels Kernkraft schon im Jahr 2017 möglich wäre. Die Gutachter kommen demnach zu dem Ergebnis, dass weder mit deutlich steigenden Strompreisen noch mit Versorgungsproblemen gerechnet werden muss.

E.ON, RWE und Co. drohen damit die Felle davonzuschwimmen. Jeder Tag, den die alten Meiler länger in Betrieb sind, ist für die Konzerne bares Geld wert. Die Umfragewerte der Grünen sind auf Rekordniveau und üben Druck auf CDU und FDP aus. Gut möglich also, dass die Koalition versuchen wird, der Umweltpartei mit einem ambitionierten Ausstiegsszenario den Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Ersparnis, die durch den Wegfall der Brennelemente-Steuer zu erwarten ist, wäre in diesem Fall nur ein schwacher Trost. 

 

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