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Veröffentlicht von Performaxx-Anlegermedien GmbH am 08.02.2010

Asian Bamboo: Die Wachstumsstory geht weiter

Asian Bamboo: Die Wachstumsstory geht weiter

Die Aktie steigt und steigt und steigt: Kaum hatten wir im Rahmen unseres Updates Asian Bamboo Anfang Oktober für 70 % Kursplus seit Juli gelobt und als neues Kursziel 25 Euro prognostiziert, da ist auch dies schon wieder Geschichte: In den vergangenen Tagen erreichte der Bambus-Spezialist ein Allzeithoch bei 30,39 Euro. Nicht mal jetzt ist das Papier mit einem einstelligen 2010er KGV teuer. Bislang erfüllte die Gesellschaft sämtliche Ziele seit ihrem IPO in Frankfurt Ende 2007, und so sollte es bleiben.

Marktführer für Bambusanbau Asian Bamboo ist einer der weltweit führenden Produzenten von Moso-Bambusstämmen und organischen Bambussprossen. Mosos dienen der notorischen Unterversorgung von Holz in China (Verwendung bei z.B. Bodenbelägen, im Bauwesen, der Möbelproduktion und der Papierherstellung), während die Bambussprossen als „Nebenprodukt“ auf lokalen Märkten frisch verkauft oder weiterverarbeitet und exportiert werden. Die große Mehrheit der Unternehmensprodukte wird in China verkauft, überdies erfolgt ein Export verarbeiteter Bambussprossen nach Japan. Beeindruckende Erfolgsgeschichte In den vergangenen fünf Jahren wuchsen die Erlöse um durchschnittlich 75 % pro Jahr. Im Jahr 2008 legte der Umsatz noch einmal auf das Dreifache resp. 43,8 Mio. Euro zu – eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. 2009 dürften es auch rund 50 % gewesen sein. Kein Wunder, denn Asian Bamboo verdient gut, zeigt äußerst beeindruckende Wachstumsraten und operiert in einem vom Staat geschützten und geförderten Umfeld. Nun auch für US-Investoren offen In den letzten Tagen gab Asian Bamboo bekannt, ein Level 1 ADR-Programm für den US-Handel aufzulegen. ADRs sind von einer Depotbank ausgegebene Hinterlegungsscheine (Zertifikate). Damit können US-Investoren in ihrer Heimat die Asian Bamboo-Aktie handeln, obwohl die Asiaten nicht an einer US-Börse notiert sind. Viele deutsche Konzerne haben ähnliche Programme laufen, so meldeten beispielsweise Linde oder die Deutsche Post das gleiche Hinterlegungsscheinprogramm. Umsatzziel 2011 von 100 Mio. Euro In den letzten Tagen übernahm Asian Bamboo zudem für einen relativen Spottpreis einen Teil des chinesischen Hochbauunternehmens Xinlifeng. Wichtiger als der Ergebnisbeitrag ist die Integration in den Konzern und damit der Ausbau der ohnehin schon imposanten Marktstellung. Geschickt versteht es Asian Bamboo unter Umgehung von Zwischenhändlern, seine Produkte direkt an die verarbeitende Industrie liefern zu können. Ein Fünftel seiner Bambusproduktion soll künftig an die übernommene Xinlifeng gehen. Bis 2011 soll die Anbaufläche planmäßig um ein Drittel wachsen, so dass die Absatzkanäle gesichert sein dürften. Das Ziel von 100 Mio. Euro Umsatz im kommenden Geschäftsjahr ist realistisch. …und die Erfolgsgeschichte geht weiter Das Unternehmen profitiert gleich von mehreren Megatrends. Zunächst der demografische Faktor, der die Nachfrage nach Holz automatisch steigen lässt. Zweitens der aufkeimende Wohlstand im Reich der Mitte, wobei gleichzeitig der Staat die Abholzungsmöglichkeiten einschränkt und damit den Einsatz von Bambus als nachhaltigen Holzwirtschafts-Rohstoff fördert. Zu guter Letzt kommt die steigende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln hinzu. Bislang beträgt der Bambusanteil am hergestellten Papier und Zellstoff in China lediglich weniger als 1 % der gesamten Produktionsmenge. Fazit Seit unserer Empfehlung Mitte Februar 2009, damals bei 5,70 Euro, hat sich der Kurs verfünffacht. Wir haben stets daran geglaubt, dass der wahre Wert früher oder später von Investoren entdeckt werden würde. Andererseits hätte die Aktie genauso gut noch ein weiteres Jahr mit einem KGV von 5 vor sich hin schlummern können. Wir sehen 35 Euro im Laufe dieses Jahres als realistisch an: Selbst das wäre gerade mal ein KGV von 12,5.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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