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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 12.04.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 12.04.2012:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Alle maßgeblichen volkswirtschaftlichen Indikatoren entwickeln sich immer mehr im gleichen Rhythmus

Dies gilt sowohl für die USA als auch für Europa und sogar Japan.

 

Die Wachstumspause ist absolviert. Sie hatte unterschiedliche Gründe, aber einen weitgehend einheitlichen Rhythmus. Die Europäer fielen stärker zurück, wofür die Ursache bekannt ist. Die Amerikaner haben ihr eigenes Problem und die Japaner haben es am schwersten. Mit einer Verschuldungsrate von über 160 % können die Japaner Geld drucken wie sie wollen. Die Wirtschaft ist damit nicht anzukurbeln. Die Amerikaner tun sich mit der Verschuldungsrate von 99 % ähnlich schwer und müssen deshalb zu einer anderen Politik greifen, wie auf Seite 1 beschrieben. Der Europaverlauf wird vor allem von Deutschland definiert und ist deshalb in seiner Aussage nicht ganz echt. Entscheidend ist der Gleichschritt. Warum?

Wir rechnen mit einer vorsichtigen Sicht der Chefs für die kommenden sechs bis neun Monate. Das ist eine Frage der richtigen Worte. Sollte einer der CEOs eines Autooder Chemiekonzerns seine Prognose leicht zurücknehmen, fällt der Kurs überproportional. Vielleicht nur für ein oder zwei Tage. Das ist einfach nicht zu vermeiden. Dazu gehört auch: Ein Rückgang des Umsatzes um 0,5 % oder des Gewinns um 3 % wird in den Medien als „Einbruch“ dargestellt. Auch seriöse Zeitungen bedienen sich solcher Ausdrücke. Wir reagieren darauf genau umgekehrt: Korrekturen dieser Art sind Kaufkurse.

Unter den am meisten empfohlenen Aktien im EuroStoxx 50 befinden sich 15 deutsche, soweit der Anteil dieser Kaufempfehlungen bei über 50 % liegt. Spitzenreiter ist VW. Bei ALLIANZ sind es 29 von 47, für BMW 24 von 39, für DAIMLER 22 von 40, aber auch für LUFTHANSA plädieren 18 von 34 und für ADIDAS 24 von 38 befragten Analysten für einen Kauf. Aber:

Im DAX steigen jedoch so gut wie alle Aktien oder keine. Dieser Gleichschritt im DAX erscheint zwar phantasielos, ist aber die Folge der weitgehend einheitlichen Bewertung dieser Qualitätsaktien durch ausländische Investoren. Die möglichen Ausnahmen liegen darin:

ADIDAS hat gegenüber dem Konkurrenten NIKE einen Nachholbedarf von fast 40 %. Ist dies eine realistische Einschätzung? NIKE als Nr. 1 im Sportmarkt der Welt weist ein KGV von 18 aus. Das ist fraglos Spitze. ADIDAS erreicht ein KGV von 13 als Nr. 2 und hat die Ambition, NIKE zu erreichen. Sechs Finanzinvestoren unterstützen die ADIDAS-Führung mit diesem Ziel. Allesamt Amerikaner/Engländer und mit eindeutiger Fokussierung, ADIDAS an NIKE heranzuführen. Unterschätzen Sie diese Hilfe nicht. Dazu gehört nicht nur Kapital, sondern auch Öffentlichkeitsarbeit. Ein KGV von 18 für ADIDAS erscheint uns zu viel. Ein KGV von 15 bis 16 wäre jedoch eine realistische Größe im genannten Vergleich. Das ergibt ein Kursziel von 80 €. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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