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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 17.09.2013

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 17.09.2013:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Aktienmarkt feiert Rückzug von Lawrence Summers

Es ist derzeit schon erstaunlich, mit welchen Entscheidungen und Diskussionen die Börsen beeinflusst werden. Am Wochenende wurde bekannt, dass Lawrence Summers die Kandidatur für den Vorsitz der US-Notenbank FED zurückgezogen hat. Summers war der Favorit von Präsident Obama. Doch damit hat sich Obama mal wieder ein Eigentor geschossen. Summers ist sehr unbeliebt bei der Wall-Street und nur wenige Tage später zog Summers seine Kandidatur „überraschend“ zurück.

Man könnte nun vermuten, dass Goldman Sachs und der Rest der Wall-Street massiv gegen den Kandidaten interveniert haben, doch dies wäre natürlich wieder nur eine Verschwörungstheorie. 

Nun ist Summers jedenfalls schon wieder Geschichte und die Wall-Street zielt auf die schon länger im Gespräch befindliche Janet Yellen als Bernanke Nachfolgerin. Während Summers eher für eine straffe Geldpolitik eingestanden hätte, gilt Yellen als Verfechterin des billigen Geldes. 

Dies feierte die Wall-Street mit Kursgewinnen! Nach Helikopter-Ben kommt nun vermutlich Yellen an die FED-Spitze und es soll schon den ersten Wall-Street-Spitznamen „The Inflation Dove“, also die „Inflations-Taube“ geben. Interessant waren die Bewegungen in den verschiedenen Märkten nach dem Rückzug von Summers. Die Aktienmärkte stiegen kräftig an und der US-Dollar fiel ruckartig nach unten:



Zur Markteröffnung in den USA fand auch eine heftige Reaktion bei den Zinsen statt. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen verlor zum Start des Handels kräftig, legte dann aber zum Ende wieder leicht zu:



Dagegen sah die Reaktion bei Gold erneut verwirrend aus. Da Yellen für eine Politik des billigen Geldes steht und somit den von Bernanke eingeschlagenen Kurs vermutlich fortführen oder noch mehr Geld drucken wird, hätte Gold eigentlich positiv reagieren müssen. Zudem ist der US-Dollar gefallen und die Zinsen. Also hätten wir drei Punkte, die für einen festeren Goldpreis sprechen. Doch dieser konnte die anfänglichen Gewinne des frühen Handels nicht halten und testete erneut das 50%-Retracement:



Die Minenaktien (HUI) stabilisierten sich trotz des erneut schwachen Goldpreises um die Marke von 230 Punkten:


 

Fazit: 

Was derzeit bei Gold „gespielt“ wird, hat nichts mit einem normalen und freien Markt zu tun. Die Eingriffe in der vergangenen Woche haben wir bereits dokumentiert und noch immer treiben gewisse Adressen ein böses Spiel. 

In dieser Woche werden auch wieder US-Staatsanleihen emittiert, was stets einen schwächeren Goldpreis mit sich bringt. 

Heute kommen in den USA die Inflationsdaten (14:30 Uhr) und morgen startet die FED-Sitzung. Die Beschlüsse werden am Mittwoch um 20:00 Uhr unserer Zeit erwartet. Wir werden die Entscheidungen, Interpretationen und Reaktionen entsprechend abwarten und auswerten!


 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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