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Veröffentlicht von Redaktion "Antizyklischer Börsenbrief" am 04.11.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 04.11.2009:

Börsenbrief Antizyklischer Börsenbrief
Antizyklischer Börsenbrief

BörseGo AG - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Juni 2006

Aktie des Monats: Deutsche Telekom - AT & T: Telefoniert wird immer...

Die Tatsache, dass wir Ihnen an dieser Stelle Telekom-Firmen vorstellen, zeigt schon, dass wir bald wieder mit Turbulenzen rechnen. In schwierigen Börsenphasen gibt es einige wenige Branchen, die sich gut halten können. Pharmakonzerne zählen dazu, Energieversorger – und eben die großen Telekommunikations-Unternehmen.

Bei meinem Vortrag kürzlich in München wurde ich gefragt, nach welchen Kriterien wir unsere konservativen Langfrist-Empfehlungen auswählen. Das Beispiel General Motors zeige doch, dass auch große Konzerne in die Pleite schlittern können. Das stimmt zweifellos und schiere Größe kann deshalb auch kein Kriterium sein, um langfristig in ein Unternehmen zu investieren. Eine monopolähnliche Marktstellung ist schon eher geeignet, ein Umfeld zu schaffen, auf das wir bei unseren Aktien des Monats Wert legen:

Wir wollen hier in Unternehmen investieren, die nach menschlichem Ermessen selbst in einer schweren Krise nicht pleite gehen können. Die großen Pharmakonzerne sind hier zu nennen. „Gesundheit geht immer“, heißt es so schön. Auch die großen Energieversorger wie RWE (WKN 703712) und E.ON (WKN ENAG99) dürften selbst im schlimmsten Fall nicht zusammenbrechen.

Ähnliches lässt sich über die großen Telekommunikationsunternehmen sagen. Das Geschäftsmodell einer Deutschen Telekom (WKN 555750) etwa dürfte trotz der vergleichsweise hohen Verschuldung des Konzerns auch den gegenwärtigen Sturm überstehen. Auf dem US-amerikanischen Kurszettel ist mit AT&T (T) ebenfalls ein schwergewichtiger Kandidat zu finden, den man in Krisenzeiten langfristig kaufen kann.

Was die großen Telekommunikationskonzerne vielfach auszeichnet: Zur günstigen Bewertung kommt die Tatsache, dass diese Unternehmen auch in Krisenzeiten stabile Gewinn erzielen. Daher sind von den Konzernen auch dann noch Dividenden zu erwarten, wenn diese bei anderen Unternehmen längst dem Rotstift zum Opfer gefallen sind. Beispiel Deutsche Telekom: An dem DAX-Schwergewicht ist die Rally seit März nahezu spurlos vorbei gegangen. Doch sollte die Telekom für 2009 eine ähnlich hohe Dividende zahlen wie im Vorjahr, dann bringt allein das acht Prozent Rendite.

Ganz sicher ist die Sache mit der Dividende zwar noch nicht, doch die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Konzern erneut glänzen kann: Aufgrund höherer Steuern, höherer Investitionen und Einmalzahlungen war der Free Cash-Flow, aus dem die Finanzierung der Dividende erfolgt, mit 1,8 Milliarden Euro zuletzt nur halb so hoch gewesen wie im Vorjahr.

Doch die Lücke könnte in der zweiten Jahreshälfte geschlossen werden: Die Übernahme der griechischen OTE erweist sich als Volltreffer. Im zweiten Quartal hat das Unternehmen 500 Millionen Euro zum operativen Gewinn beigetragen. Und sollte dies noch nicht ausreichen, will die Deutsche Telekom ihre Investitionen reduzieren.

Mögliche Trendwende?

Fundamental ist der Konzern preiswert. Die Aktien werden derzeit zum Buchwert gehandelt. Im Branchenvergleich ergibt sich ein deutlicher Bewertungsabschlag. Die genauen Daten entnehmen Sie bitte dem Steckbrief.

Im Kursverlauf zeigt sich jetzt ansatzweise eine untere Trendwende in Form einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Wichtig wäre jetzt ein Sprung über die Marke von 10,00 Euro. Anleger, die auf Nummer sicher gehen wollten, warten mit einem Engagement noch ab, bis der Aktienkurs diese Zone überwinden kann (blaue Linie).

Wegen der vergleichsweise günstigen Bewertung, der immer noch monopolähnlichen Marktstellung, der ansehnlichen Dividende und dem stattlichen Börsengewicht in Höhe von 41 Milliarden Euro, eignen sich die Aktien der Deutschen Telekom auch als Depotbeimischung für konservative Langfrist- Anleger.

Kurzfristig sollte man allerdings nicht zu viel erwarten. Sollten die Börsen nicht ganz plötzlich in den Steigflug übergehen, was nach Lage der Dinge unwahrscheinlich ist, rechnen wir bei der Deutschen Telekom in den kommenden Wochen mit einer Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 9,00 und 10,00 Euro.

Als reine Sachwerte-Investition sind die Aktien wegen der hohen Verschuldung nur bedingt geeignet. Halten Sie sich hierzu besser an die Energieversorger RWE und E.ON, an BASF, Siemens, ThyssenKrupp oder ConocoPhillips.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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