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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 31.03.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 31.03.2011:

Börsenbrief Aktionärsbrief
Aktionärsbrief

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1989

Wir rechnen mit einem Run auf Aktien

Die Ereignisse in Japan und im Nahen Osten sorgen derzeit für eine Pause, aber keinesfalls für eine Trendwende. Schließlich hat sich an den globalen Rahmenbedingungen nichts geändert. Wie lange diese Pause andauert, lässt sich schwer definieren und ist von dem Verlauf in den Krisengebieten anhängig.

 

In Anbetracht der Krisenherde zeigen die Aktienmärkte eine große Gelassenheit. Atomare Verseuchung in Japan, Revolutionen in den Staaten des Nahen Ostens mit stark steigenden Ölpreisen, wankende Eurostaaten, Grün- Rote Regierung in Baden-Württemberg - was da noch fehlt wäre eine Landung der Marsmännchen auf der Erde.

Aber die Aktienmärkte kippen nicht.

Wir beobachten lediglich eine starke Ausdünnung des Umsatzvolumens. Von Panik keine Spur. In Europa und den USA liegen die Aktienindizes nahe dem Stand vor dem Erdbeben, in den USA sogar wieder darüber. Und dennoch ist die Stimmung schlecht. In der FAZ vom Samstag zweifelt ein Kommentator an der Hausse. Wieland Staud sieht unruhige Zeiten für den DAX. Andere reden von schwarzen Schwänen und unterbrochenen Lieferketten. Wiederum andere sagen:

„Wir boykottieren den Bondmarkt.“ Und genau diesen Satz sollten Sie dick unterstreichen. So denken derzeit institutionelle Investoren, die Bonds aus den europäischen Peripherie-Staaten nicht mit der Kneifzange anfassen. Das ist der Grund, warum die Bondkurse weiter fallen und die Aktienmärkte mittelfristig steigen werden. Eigenkapital ist sicherer als Fremdkapital. Heißt: Auf der einen Seite stehen die hochverschuldeten Staaten, auf der anderen Seite das Gros der Unternehmen, die bilanziell hervorragend darstehen.

Der fundamentale Rahmen passt. Waren die Aktienmärkte schon vor der Korrektur billig, so sind sie jetzt noch billiger geworden. Das KGV für den DAX per 2011 liegt bei 10,6 und sinkt per 2012 auf 9,4. Würde man dem DAX ein KGV von 13 per 2012 zugestehen, was nicht teuer wäre, würde der DAX auf 9.500 Punkte steigen. Der Euro Stoxx 50 weist per 2012 sogar nur noch ein KGV von 8 aus. Für institutionelle Investoren fast noch wichtiger:

Die Dividenden sind heute höher als die Renditen der Bundesanleihen. 25 Mrd € werden in diesem Halbjahr allein im DAX ausgezahlt. Nur 2006 und 2007 waren es mehr. Die Dividendenrendite liegt im Durchschnitt bei 3,5 %. 2007 betrug sie 3,2 %, aber mit einem grundlegenden Unterschied: Normalerweise werfen Bundesanleihen mehr Zinsen ab als Aktien Dividenden. Im langjährigen Durchschnitt liegt die Rendite von Bundesanleihen rund 2 Prozentpunkte höher als die Dividendenrendite im DAX. 3,2 % Dividendenrendite in 2007 standen einer Rendite bei Bundesanleihen von 4,2 % gegenüber. Dieses Verhältnis hat sich nun umgekehrt. 3,5 % Dividendenrendite konkurriert mit 3,2 % Bundesrendite.

Fazit: Alles spricht dafür, dass institutionelle Investoren ihre Aktienquoten mittelfristig weiter hochfahren werden. Davon profitiert der Aktienmarkt, während der Bondmarkt weiter unter Druck bleiben wird. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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