Wie lange hält der Aufschwung?

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 01.06.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Die Unternehmen präsentieren ihren Aktionären ein Rekordergebnis nach dem nächsten, die Auftragslage lässt eigentlich kaum Zweifel, dass sich diese Entwicklung noch eine Weile fortsetzen wird. Dennoch fehlt an den Finanzmärkten inzwischen die Dynamik. Von Euphorie ist nichts mehr zu spüren, stattdessen werden verstärkt die Stolpersteine in den Vordergrund gerückt.


 

Es zeichnet sich ab, dass die Musik auf den Börsenparketts auf absehbare Zeit etwas leiser spielen wird. Für diese Annahme spricht, dass die Zeiten von Niedrigstzinsen zumindest in der Eurozone passé sind. Investitionen, die viele Unternehmen angesichts günstiger Kreditkonditionen tätigen konnten, werden weniger attraktiv. Eben diese Investitionen waren die wichtigste Stütze für den Konjunkturaufschwung, der über die vergangenen Quartale für steigende Kurse gesorgt hat. Bis sich Zinserhöhungen auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen auswirken, dauert es in der Regel einige Monate, spätestens zum Jahresende wird dieser Effekt aber bereits spürbar sein.

Am Ifo-Index lässt sich bereits ablesen, dass die Unternehmen hinsichtlich der mittelfristigen Geschäftsentwicklung vorsichtiger werden. Der Aktienmarkt antizipiert und legt den Rückwärtsgang ein, bevor sich die Abschwächung in den Bilanzen nachlesen lässt. In den Sommermonaten ist Stock picking angesagt. Geld verdienen lässt sich in jeder Börsenphase, manchmal muss man als Anleger allerdings etwas größeren Aufwand betreiben. 

 

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