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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 04.04.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 04.04.2014:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Vossloh AG – reduziert Schuldenlast

Der Bahntechnik-Konzern, die Vossloh AG, platzierte letzte Woche 1,30 Mio. eigene Aktien bei institutionellen Anlegern, um in erster Linie die Verbindlichkeiten von rund 200 Mio. € zu reduzieren. Zudem soll mit dem Erlös künftiges Wachstum finanziert werden.

Das Unternehmen verkaufte 1,30 Mio. Aktien über die Berenberg-Bank zu 69,00 €. Damit fließen dem Unternehmen 91 Mio. € zu.

Nach dem überraschenden Einstieg von Knorr-Bremse-Eigner Heinz Hermann Thiele bei dem Bahntechnikkonzern hatte das Vossloh-Führung Mitte 2011 mit seiner Entscheidung für Furore gesorgt, eigene Aktien einzuziehen und darüber hinaus weitere Aktien zu kaufen. Damit wollte die Gründerfamilie den Einstieg von Thiele erschweren.

Allerdings verlor die Gründerfamilie den Machtkampf mit Thiele – Herr Thiele hält inzwischen 30% und kontrolliert den Aufsichtsrat.



Nach durchwachsenen Geschäftszahlen wechselte Thiele den Vorstand aus – Werner Andree und sein Vorstandskollege Norbert Schiedeck hätten sich mit dem Kontrollgremium auf ein „einvernehmliches Ausscheiden“ zum 31. 03.14 geeinigt.

Nachfolger wird der ehemalige Siemens-Manager Hans Schabert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 konnte der Umsatz um 6,30% auf 1,32 Mrd. € gesteigert werden. Das EBIT brach um 44% auf 54,20 Mio. €. Netto blieben nur 15 Mio. € über.

„Unsere Märkte haben sich stark verändert. Knappe öffentliche Budgets in unserem Kernmarkt Europa schwächen die Nachfrage zum Teil deutlich“, erklärte der EX-Vorstandchef Werner Andree. Für das laufende Geschäftsjahr 2014 rechnet das Unternehmen mit einer Umsatzsteigerung von 10%. Die EBIT-Marge soll zwischen 5 und 7% liegen.

Die Börse bewertet Vossloh mit aktuell 926 Mio. €. Bei einer Umsatzsteigerung von 10% auf rund 1,45 Mrd. und einer EBIT-Marge zwischen 5 unds 7% liegt das EBIT zwischen 72,5 und 101,50 Mio. €. Im Hinblick auf drohende Abschreibungen wird maximal die Hälfte über bleiben.



Folglich liegt der Nettogewinn für 2014 zwischen 36,25 und 50,75 Mio. €. Das 2014 er KGV liegt damit zwischen 18,24 und 25,54. Die Vossloh-Aktie notiert inzwischen schon seit sechs Monaten in einer Seitwärtsrange zwischen 68 und 77 €, siehe Chart.

Erst, wenn der Widerstand in diesem Bereich geknackt werden kann, liegt ein Kaufsignal vor. In diesem Fall liegt dann das technische Aufwärtspotenzial bei den Allzeithochs im Bereich der 90 Euro-Marke, siehe Chart.

Die Vossloh-Aktie ist fundamental recht ambitioniert bewertet. Solange die Aktie nur innerhalb der Seitwärtsrange wild hin und her springt, ist dies charttechnisch auch nur neutral zu interpretieren.


 

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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