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Veröffentlicht von Redaktion "Actien-Börse" am 19.11.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 19.11.2010:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Vor diesem Hintergrund haben wir uns im deutschen Markt bereits während der Sommerkonsolidierung relativ breit aufgestellt und decken nun gut 3/4 der relevanten Branchen ab

Die größten Gewinner waren Stahl und Chemie, die im DAX zusammen ein Gewicht von 35 % ausmachen. Die Autos haben unsere ersten Zielkurse bereits deutlich übertroffen, die Chemie ist ebenfalls gut unterwegs.

Die absoluten Verlierer waren dagegen die Banken und die Energieversorger. Das Ergebnis: Der gewichtete Kursgewinn aller empfohlenen Aktien liegt bei ca. 25 % über dem Gewinn der jeweiligen Indizes. Dabei gehen die Relationen im MDAX noch etwas weiter auseinander: Zwischen den besten und den schlechtesten Aktien ergeben sich Differenzen zwischen + 15 und + 34 % Gewinn, nur insgesamt 3 Verlierer, und wir taxieren den Mittelwert mit rund 25 % Gewinn. Die großen Gewinner sind hier die Maschinenbauer und Zulieferer sowie Spezialitäten. Der Index-Verlierer war der TecDAX mit - 4,3 % seit Jahresanfang und nur einem Plus von 10 % gegenüber dem Tiefststand des Sommers. Das größte Problem in diesem Index ist der Sektor Solar und Wind. Es stellt sich unweigerlich die Frage: Weiter auf die Gewinner setzen oder auf die bisherigen Verlierer ausweichen? Antwort: Aktien, die seit Jahresbeginn deutlich über 50 % Kursgewinn verzeichnen, sind für Neuengagements sowie Aufstockungen niedriger einzuordnen als jene, deren unmittelbares Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Die Beurteilung der Auto-Aktien (siehe letzte „Actien-Börse“) legt eine Aufstockung derzeit nicht nahe. Unsere Zielkurse wurden teilweise kräftig überschritten und hier vor einer Korrektur aufzuspringen, halten wir für unklug. Ähnlich sieht es bei der Groß-Chemie aus. Sie war die positivste Überraschung, an die wohl niemand so recht geglaubt hat. Unsere Zielkurse vom Frühjahr, die wir im August wiederholt hatten, (AB 33/10), erwiesen sich teilweise als punktgenau. Dies gilt auch für die Chemie-Sphäre wie FRESENIUS mit der negativen Abweichung von MERCK aus bekanntem Grund. Die klassische Industrie, wie LINDE, MAN oder THYSSEN als Schwergewichte in diesem Markt, hatten wir ebenfalls gut eingestuft. Hier fahren Sie jetzt erst einmal „nur“ mit. Die neue Einstufung der Bank-Aktien stellen wir zeitlich wegen der Irlandkrise zurück. Nach dem Stand der Erkenntnisse sind die zwei deutschen Großbanken in Irland nicht so involviert, dass eine neue Beurteilung nötig wird. Das gilt auch nach aktuellem Stand für die Versicherungen als mögliche Bondholder in Irland, worüber es in den nächsten 2 bis 3 Wochen sicherlich noch weitere Details geben dürfte. Die Irritationen um Stresstest, Basel lll bzw. Griechenland und nun Irland haben eine ordnungsgemäße Einschätzung der Banken und Versicherungen indes verhindert. Das wird der Knackpunkt der Einschätzung dieser Sektoren im kommenden Jahr. Damit bleiben im DAX SIEMENS, die „Nr. 1“, sowie METRO, K+S, DT. BÖRSE sowie die ALLIANZ (siehe letzte Ausgabe) und MÜNCHENER RÜCK übrig. BEIERSDORF und SAP bleiben eine Spekulation vor bekanntem Hintergrund der Übernahmefantasie. DT. TELEKOM ist derzeit kein Thema. Ganz anders die verbleibenden umstrittenen Schwergewichte E.ON und RWE: Der Energiesektor war aus politischen Gründen der zweite Verlierersektor, der eindeutig hinterherhinkt. In einem Boom-Umfeld der deutschen Volkswirtschaft ist dies mehr als ungewöhnlich, denn auch Energie ist ähnlich wie Finanzen kein Rand-, sondern ein zentraler Sektor der Volkswirtschaft. Doch im Vordergrund stehen derzeit die politischen Unwägbarkeiten und nicht die Bewertung. Das wird sich ändern:

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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