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Veröffentlicht von Redaktion "Antizyklischer Börsenbrief" am 05.05.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 05.05.2010:

Börsenbrief Antizyklischer Börsenbrief
Antizyklischer Börsenbrief

BörseGo AG - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Juni 2006

Volkswagen: Jetzt wieder ein Schnäppchen?

Eines kann man an der Börse sehr häufig beobachten: Die Überflieger von heute sind die Verlierer von morgen – und umgekehrt. Aus diesem Grund suchen antizyklisch agierende Anleger stets nach Unternehmen, die bei der Masse der Anleger in Ungnade gefallen sind und die womöglich vor einem Comeback stehen. Bei Europas größten Automobilkonzern Volkswagen (WKN 766400) könnte es bald soweit sein.

Die Wolfsburger sind einer der führenden Automobilhersteller weltweit und größter Automobilproduzent Europas. Im Jahr 2008 steigerte Volkswagen die Auslieferungen von Fahrzeugen auf 6,257 Millionen (2007: 6,190 Millionen), das entspricht einem Pkw-Weltmarktanteil von 10,3 Prozent. In Westeuropa, dem größten Automarkt der Welt, stammt jeder fünfte neue Pkw (20,3 Prozent) aus dem Volkswagen Konzern. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich im Jahr 2008 auf 113,8 Milliarden Euro (2007: 108,9 Milliarden Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug 4,69 Milliarden Euro (2007: 4,12 Milliarden Euro). Von Januar bis März dieses Jahres hat der Konzern 1,73 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Im Vorjahr hatte VW rund ein Viertel weniger Autos verkauft. Erfreulich ist die Entwicklung in China: Alleine auf diesem Markt hatten die Wolfsburger im ersten Quartal 457.000 Automobile verkaufen und damit das Vorjahresniveau um mehr als 60 Prozent übertroffen. Auch im Wachstumsmarkt Brasilien kommen die Autos gut an: 8,1 Prozent Zuwachs im ersten Quartal. Die in dieser Woche vorgelegten Zahlen zum Geschäft in den USA konnten ebenfalls überzeugen: Im April hatte der Automobilkonzern 23.135 Fahrzeuge auf dem US-Markt abgesetzt, ein Absatzplus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn hat Volkswagen in den USA 81.418 Fahrzeuge abgesetzt. Das sind 39,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch in Deutschland brummt das Geschäft: Hier war der Absatz der Kernmarke Volkswagen um 8,5 Prozent geklettert. Auch bei Skoda, Seat und Audi zeigt der Trend nach oben. Es ist daher keine Überraschung, dass VW für das Gesamtjahr einen Absatzrekord angekündigt hat. Zehn Marken aus sieben europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen, Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Seat, Skoda, Scania, Volkswagen Nutzfahrzeuge und neuerdings Porsche. Jede Marke hat ihren eigenständigen Charakter und operiert selbstständig im Markt. Auch aus diesem Grund hatte der Konzern noch nie größere Inte - grationsprobleme – man hatte immer darauf geachtet, den Zukäufen, wie zu zuletzt Porsche, ihre Eigenständigkeit zu lassen. Sicherlich ein nicht ganz unbedeutender Faktor für den Erfolg des Volkswagen-Konzerns... 23. Mit 1001 PS ist der Bugatti Veyron der schnellste Volkswagen. Spitzen - geschwindigkeit: 407,5 km/h, von Null auf 100 in 2,5 Sekunden. Preis: 1,3 Millionen Euro.... nachfolgend ein Erfahrungsbericht für die Freunde schneller Autos: http://www.autobild.de/artikel/test-bugatti-veyron-16.4_59627.html Das Angebot reicht von verbrauchsgünstigen Kleinwagen bis hin zu Fahrzeugen der Premiumklasse. Im Bereich der Nutzfahrzeuge beginnt das Angebot bei Pickup- Fahrzeugen und reicht bis zu Bussen und schweren Lastkraftwagen. Mit der Übernahme von Porsche war der Konzern vor einigen Monaten in die Schlagzeilen geraten. Im Zuge dieser Übernahme war es beim Aktienkurs zu spekulativen Exzessen gekommen, die jetzt wieder abgebaut wurden. Die Bewertung ist mittlerweile wieder interessant. Bei einem Börsengewicht von 34 Milliarden Euro weist der Konzern ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,34 auf. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für das laufende Jahr notiert bei 11,5. Das Kurs-Cashflow-Verhältnis liegt bei 2,66, was auch im Branchen - vergleich sehr günstig ist. Die Papiere von Konkurrent Daimler (WKN 710000) etwa, die ja auch nicht übermaÅNssig teuer sind, weisen einen Wert von 3,8 auf. Was uns ebenfalls gut gefällt: Seit einiger Zeit werden die Aktien von Volkswagen wieder knapp unter Buchwert gehandelt. Aus charttechnischer Sicht deutet sich derzeit eine Bodenbildung im Bereich von 70 Euro an. Mein Kollege Harald Weygand hat die Lage bei Volkswagen kürzlich folgendermaßen zusammengefasst: http://www.godmode-trader.de/nachricht/VOLKSWAGEN-Es-gruent-auf-verbranntem- Boden-VW-Volkswagen,a2151697.html Mit seinem breiten Produktportfolio, dem erfolgreichen Engagement in China und der attraktiven Bewertung ist der Volkswagen-Konzern für uns derzeit einer der interessantesten Autowerte weltweit. Wir stufen die Aktien deshalb als langfristigen Kauf ein. Auch die Wolfsburger würden wir als langfristiges Sachwert-Investment in Krisenzeiten sehen. Wer die Nerven dafür hat, der kann auch hier ohne Stopp-Kurs agieren. Ein Einstieg hat im Moment keine Eile. Vorerst würden wir abwarten, wie sich die Lage an den Börsen entwickelt und ob der sich gerade abzeichnende Boden bei 70 Euro hält. Wer unsere Empfehlungsliste nachbildet und sich mit zwei Autoaktien im Depot unwohl fühlt, der könnte darüber nachdenken, die Papiere von Daimler (WKN 710000) gegen die Volkswagen-Stammaktien (WKN 766400) zu tauschen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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