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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 04.05.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 04.05.2012:

Börsenbrief zertifikate kompakt
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Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Versteckte Perlen – Investmentchancen im MDAX

Viele Anleger schauen auf den DAX und sind von der bisherigen Jahresperformance mehr als beeindruckt. Doch was kaum jemand mitbekommen hat: Der MDAX stieg 2012 sogar deutlich stärker. In der zweiten Reihe finden sich spannende Chancen. Gleichzeitig sind die Risiken teilweise sogar etwas geringer.

 

Seit Jahresbeginn ist der deutsche Leitindex um rund 14% angestiegen. Das ist eine tolle Performance. Aber es geht noch besser: Im gleichen Zeitraum stieg der MDAX sogar um rund 22% an. Das ist eine deutliche Outperformance gegenüber dem großen Bruder DAX. Anleger, die Anfang des Jahres auf den MDAX gesetzt haben, konnten Gewinne erzielen, die über 50% höher waren als bei einem Investment im DAX. Dabei ist zu beachten, dass der MDAX im vergangenen Jahr nicht so stark unter die Räder kam wie die erste Reihe der deutschen Börsenwerte.

Während der DAX 2011 rund 15% an Wert verlor, gab die zweite Reihe nur um 12% ab. Der TecDAX musste im vergangenen Jahr sogar Verluste von knapp 20% verbuchen. Diese Outperformance der zweiten Reihe basiert auf zwei Faktoren. Einerseits ist die heikle Finanzbranche im DAX wesentlich höher gewichtet. Im DAX kommen gleich vier Titel (Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank, Münchner Rück) aus dem Finanzsektor. Mit der Eskalation der europäischen Schuldenkrise verlor die Deutsche Bank 2011 rund 25% an Wert. Die Commerzbank brach sogar um 77% ein. Die Versicherer verloren ebenfalls deutlich stärker als der DAX und zogen damit den Index nach unten.

MDAX leidet weniger unter EU-Schuldenkrise

Zum anderen ist der Anteil ausländischer Anleger im DAX wesentlich höher als im MDAX. Als die EU-Schuldenkrise eskalierte, zogen internationale Investoren ihr Kapital 2011 aus Europa und damit vor allem aus dem DAX ab. Die Reaktion auf diese Kapitalflucht waren Kurseinbrüche beim deutschen Leitindex. Da sowohl der Anteil der Finanzwerte als auch jener der ausländischen Investoren im MDAX deutlich geringer sind, reagierte der Index der deutschen Nebenwerte nicht so stark auf die EU-Schuldenkrise. Im MDAX kommen lediglich die Aareal Bank und die Hannover Rück aus dem Finanzbereich.

Index steht kurz vor neuem Allzeithoch
Seit Anfang 2009 stieg der DAX um gut 39%. Der MDAX konnte sich im gleichen Zeitraum fast verdoppeln (Anstieg von gut 92%). Der Nebenwerteindex notiert inzwischen nur knapp unter seinem Allzeithoch. Mit einem nachhaltigen Ausbruch über den entscheidenden Widerstand um 11.000 Punkte dürfte der MDAX auf neue Höchststände klettern. Dann ergibt sich ein starkes langfristiges Kaufsignal. Der MDAX eignet sich also hervorragend für Trendfolgeinvestoren. Spekulative Anleger können mit Faktorzertifikaten überdurchschnittlich stark von einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung profitieren. Konservative Anleger setzen auf einfache Index-Zertifikate.

Hugo Boss: Modischer Trendfolger

Zudem bieten sich auch Investments in Einzelwerte an. Denn inzwischen gibt es auf zahlreiche MDAX-Werte aussichtsreiche Zertifikate.  Interessant an der aktuellen Performance der Nebenwerte ist, dass die größten Gewinner unter den kleineren MDAX-Werten zu finden sind. Von den Indexschwergewichten befinden sich lediglich Continental, Hugo Boss, Lanxess und ProSiebenSat1 unter den Top-Werten. Hier bietet Hugo Boss weiterhin interessante Chancen. Der Wert ist mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von gut 18 für 2012 und knapp 16 für 2013 nicht billig. Aber dieser Wert ist seit Jahren teuer – und steigt trotzdem immer weiter. Denn die Geschäfte laufen rund. Für 2012 und 2013 wird mit einem Gewinnwachstum von jeweils rund 13% gerechnet. Hugo Boss wächst seit Jahren konstant und ist eine der besten Trendfolgeaktien in DAX und MDAX.

 

Krones: Mit Discount-Zertifikaten verdienen

Bei den kleineren MDAX-Werten lohnt sich ein Blick auf Krones. Der Wert (Marktkapitalisierung: 1,3 Mrd. Euro) hat den MDAX 2012 deutlich underperformt (Jahresgewinn von 11%). Denn aufgrund außerordentlicher Rückstellungen wegen eines Rechtstreits fiel das Ergebnis 2011 schlecht aus. Doch diese negativen Einmaleffekte sind vorbei. So konnte der Spezialist für Abfüllanlagen im ersten Quartal 2012 die Analystenerwartungen deutlich übertreffen. Der Umsatz stieg um rund 7% auf knapp 649 Mio. Euro und übertraf die Analystenerwartungen von 638 Mio. Euro. Das Management stellte einen positiven Ausblick für 2012. Mit einem KGV von 13 für 2012 und zwölf für 2013 ist die Aktie nicht zu teuer. Trotzdem bietet sich für diesen Wert ein Discount-Zertifikat an. Denn die Aktie ist derzeit kein Liebling der Börsianer. Mit einem Discount-Zertifikat können konservative Anleger auch in einer Seitwärtsphase attraktive Renditen erzielen.

MTU: Im langfristigen Aufwärtstrend
Für ein Investment in MTU Aero Engines, einen Hersteller von Triebwerken und Turbinen, bietet sich ein Bonuszertifikat an. Denn die Aktie befindet sich seit zehn Jahren in einem Aufwärtstrend. Die Zahlen für das erste Quartal 2012 waren solide. Allerdings ist die Aktie 2012 auch schon um 28% angestiegen. Bei MTU könnte es also zu einer kurzfristigen Konsolidierungsphase kommen. Eine solche Situation lösen Anleger mit Bonuszertifikaten ohne Cap. So partizipiert der Anleger unbegrenzt an steigenden Kursen, erzielt aber auch in einer Seitwärtsphase eine attraktive Rendite. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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