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Veröffentlicht von Börsenwerte IF Verlag GmbH am 16.03.2016
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Zeal zahlt weiter 2,80 Euro Dividende im Jahr und übertrifft reduzierte Prognose.


Der Zweitlotterieanbieter Zeal Network (ISIN GB00BHD66J44, Euro 40,26) hat am Dienstag durchaus erfreuliche Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegt. Gemäß noch vorläufiger und ungeprüfter Zahlen ergab sich eine leicht auf 141 Mio. Euro gesunkene Gesamtleistung (Vorjahr: 145,7 Mio.), aber ein deutlich auf 42,9 Mio. Euro hochgeschnelltes EBIT (Vorjahr: 19,2 Mio.). Während der Rückgang der Gesamtleistung vor allem auf eine hohe Jackpot-Auszahlung (15 Mio. Euro) zurückzuführen war, lagen die normalisierten Umsätze mit 141,2 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 131,8 Mio. Euro. Diese Steigerung resultierte aus einer günstigeren Jackpotsituation im Jahr 2015 gegenüber 2014 und einem erweiterten Produktportfolio im Zweitlotteriegeschäft.

 

Die positive EBIT Entwicklung ist in erster Linie auf eine verbesserte Kostenstruktur einschließlich einer Reduzierung der Lizenz- und Veranstalterabgaben von 17,5 Mio. Euro zurückzuführen. Dazu kam der Sondereffekt aus der erfolgreichen Rückforderung der einbehaltenen spanischen Lotteriesteuer (wir berichteten).

Schließlich lief es auch operativ im Schlussquartal 2015 rund, so dass die am 2. September wegen eines 15 Mio. Euro-Jackpotgewinns eines Kunden von 35 bis 45 Mio. auf 20 bis 30 Mio. Euro gesenkte Guidance am Ende deutlich geschlagen wurde. Selbst wenn der Sondereffekt aus der erfolgreichen Rückforderung der spanischen Lotteriesteuer herausgerechnet wird, konnten die Briten die gesenkte Guidance noch merklich schlagen.

Das 2015er Nettoergebnis sieht mit 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio.) weniger berauschend aus und war vor allem durch die bereits veröffentlichte nicht zahlungswirksame Wertminderung der Geonomics-Investitionen (ca. 19 Mio. Euro) belastet. Obwohl das Ergebnis je Aktie lediglich bei 0,16 Euro (Vorjahr: 0,63) lag, bestätigte das SDax-Unternehmen die Dividendenpolitik einer Zahlung von „mindestens 2,80 Euro je Aktie in vierteljährlichen Raten“. Die hohe Ausschüttung sehen wir wegen der starken Nettocashposition von rund 100 Mio. Euro (ca. 12 Euro je Aktie) als unproblematisch an. Damit erreicht die Aktie auf Basis des Schlusskurses vom Dienstag eine stolze Dividendenrendite von 6,95%. Der Ausblick auf das laufende Jahr ist sehr stark. Zeal erwartet eine Gesamtleistung in Höhe von 140 bis 150 Mio. Euro und ein EBIT von 40 bis 50 Mio. Euro. Gegenüber dem um den positiven Sondereffekt bereinigten 2015er EBIT ist dies eine Steigerung um 20 bis 50%.
Kein Wunder, dass diese Guidance positiv am Markt aufgenommen wurde und der Titel trotz eines DAX-Minus von 0,6% am Dienstag um 1,3% zulegen konnte. Wir raten dazu, bei diesem Dividendentitel weiter dabei zu bleiben. Bereits Ende März dürfte die nächste Quartalsdividende von 0,70 Euro ausgeschüttet werden. Aktuell arbeitet sich die Aktie an einem charttechnischen Widerstand bei 40 Euro ab. Da wir den fairen Wert des Titels bei rund 56 Euro sehen, bestehen gute Chancen, dass der charttechnische Ausbruch nach oben gelingen kann.

Unsere Empfehlung: Halten und Dividenden kassieren, bzw. bei Schwäche kaufen!

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