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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 28.09.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 28.09.2012:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Südzucker AG – Anhebung der Gewinnprognose

Europas größter Zuckerhersteller, die Südzucker AG, hob am vergangen Dienstag ihre Gewinnprognose an. Anstelle eines leichten Wachstums auf knapp 7 Mrd. €, sollen es auf Jahressicht mindestens 7,50 Mrd. € sein. Das operative Ergebnis (EBIT) soll bei 900 Mio. €, nach 751 Mio. € im Vorjahr. Zuvor stellte das Unternehmen nur 800 Mio. € in Aussicht.

Anlass für die Anhebung der Prognose war in erster Linie besser als erwartete Halbjahreszahlen:
Die Umsätze konnten in den ersten sechs Monaten um 17% auf 3,90 Mrd. € gesteigert werden. Das EBIT kletterte um 60% auf 562 Mio. € .
Das bessere als erwartete Ergebnis sei in erster Linie auf gestiegene Zuckerpreise und ein besseres Ergebnis der Tochter CropEnergies zurückzuführen: „Seit letztem Jahr sehen wir eine gute Entwicklung auf dem Zuckermarkt, das hat sich fortgesetzt", so Vorstandsmitglied Dr. T. Kirschberg.
Die CorpEnergies AG, Deutschlands größter Bioethanol-Hersteller, hob ebenfalls den Ausblick an. Auf Jahresssicht will das Unternehmen einen Umsatz von 630 Mio. € erzielen – anstelle von 610 Mio. €. Das EBIT soll bei 68, nach 62 Mio. € liegen.

An der Börse wird das Unternehmen aktuell mit 5,200 Mrd. € bewertet. Liegt das EBIT tatsächlich am Jahresende bei 900 Mio. €, dann ist mit einem Nettogewinn von ca. 550 Mio. € zu rechnen. Daraus resultiert ein KGV von 9,45. Ein KGV von knapp 10 ist für dieses Unternehmen nicht zu teuer. Allerdings basiert dieses KGV auf hohen Erwartungen und die Aktie notiert nahe Allzeithoch.
Auf diesem Niveau muss man die Aktie nicht unbedingt haben.

Oracle Inc. – verfehlt Markterwartungen

Der Softwarekonzern Oracle verfehlte mit den jüngsten Quartalszahlen die Markterwartungen.
Dank eines rückläufigen Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern sank der Umsatz um 2% auf 8,20 Mrd. $.
Der Gewinn konnte um 11% auf 2,0 Mrd. $ gesteigert werden.

Der Gewinnanstieg bei gleichzeitigem Umsatzrückgang, ist auf ein gewonnenes Verfahren gegen den deutschen Konkurrenten, der SAP AG, zurückzuführen.

Oracle gewann den seit Jahren anhaltenden Rechtsstreit über Diebstahl bzw. Urheberrechtsverletzungen. Um die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, konnte man sich auf einen Vergleich einigen - SAP zahlte Oracle 306 Mio. $.
306 Mio. $ kombiniert mit Kostensenkungen, erklären diesen Gewinnanstieg bei gleichzeitigem Umsatzrückgang.
Oracle konnte seinen Umsatz in den letzten Jahren nur durch teure Zukäufe steigern.
An der Börse wird das Unternehmen mit 158 Mrd. $ bewertet. Der Jahresgewinn wird zwischen 9,20 und 10 Mrd. $ liegen. Daraus resultiert ein KGV zwischen 15,80 und 17,17, was für ein derartiges großes Unternehmen viel zu teuer ist. Zudem besteht hier noch ein Wechselkursrisiko, da die Kurse an der Heimatbörse in New York gemacht werden. Für uns nicht interessant.

Infineon AG – erneute Gewinnwarnung

Der Halbleiterhersteller Infineon musste am Dienstag erneut seine Umsatz- und Ergebnisprognose nach unten korrigieren.
Das Unternehmen erwartet im bevorstehenden ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2012/2013, das am 1. Oktober beginnt, einen Umsatzrückgang von bis zu 10% gegenüber dem laufenden Quartal.
Die Profitabilität des Unternehmens geht weiter zurück – die Marge soll jetzt nur noch zwischen 5 und 7% liegen. Im letzten Quartalbericht bzw. Pressekonferenz war noch von einer Marge zwischen 10 und 12% die Rede.
„Der Vorstand werde "Maßnahmen definieren, um über das erste Quartal des Geschäftsjahres hinaus die Profitabilität zu verbessern", so Infineon.
Im dritten Quartal sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5% auf 990 Mio. €. Der Gewinn brach um 57% auf 82 Mio. € ein.
Vorstandsvorsitzender Peter Bauer kündigt an: "Wo wir sparen können, sparen wir jetzt." Nach dem Kurssturz wird das Unternehmen an der Börse noch mit 5,200 Mrd. € bewertet. Der Jahresgewinn wird aller Wahrscheinlichkeit unter 300 Mio. € liegen. Daraus resultiert ein KGV von 17,33, was im Vergleich zu anderen DAX-Werten relativ teuer ist.
Zudem konnte die Unterstützung im Bereich der 5 Euro-Marke nicht gehalten werden, siehe erster Chart .

Die nächste Unterstützung liegt im Bereich der 4 –Euro-Marke, siehe zweiter Chart. Der Wert ist technisch angeschlagen. Fundamental gesehen gibt es auch keine Gründe hier einzusteigen. Das Rückschlagspotenzial ist hier erheblich.

EON AG – weiter halten

Die EON-Aktie fiel diese Woche zurück in die Seitwärtsrange zwischen 14 und 18,70 €, siehe erster Chart.
Am zweiten Chart können Sie erkennen, dass hier durchaus noch Aufwärtspotenzial vorhanden ist.

Hier sollte mittel- bis langfristig nichts anbrennen. Mittel- bis langfristig sollte sich die Aktie wieder deutlich über 30 € notieren.
Mit dieser Aktie wird man nicht reich, aber das Rückfallpotenzial ist überschaubar und das Unternehmen zahlt eine ordentliche Dividende. Wir werden die Aktie als konservative Depotkomponente weiter halten.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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