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Veröffentlicht von Redaktion am 03.11.2011

Staatspleiten sind kein Beinbruch

Staatspleiten sind kein Beinbruch

Griechenland beschäftigt Politik und Finanzmärkte seit Monaten. Zahlreiche Krisengipfel liegen hinter uns, weitere werden folgen. Grundsätzlich ist die Überschuldung von Staaten und deren anschließende Zahlungsunfähigkeit keine Rarität. Alleine in Deutschland kam es seit dem 17. Jahrhundert zu acht Insolvenzen. Unangefochtener Spitzenreiter des Pleiterankings ist Spanien mit beeindruckenden 13 Insolvenzen.

 

Die Gläubiger sind sich bewusst, dass die Vergabe von Krediten an Staaten oder private Schuldner mit einem grundsätzlichen Ausfallrisiko behaftet sind. Je nachdem, wie hoch sie dieses Risiko beziffern, passen Sie ihre Zinsforderung an. Üppige Zinseinnahmen gehen demnach immer mit einem entsprechenden Risiko einher. Nicht umsonst muss Deutschland als vergleichsweise verlässlicher Schuldner derzeit extrem niedrige Zinsen bei der Ausgabe neuer Staatsanleihen bieten, während Staaten, denen das Wasser schon bis zum Hals steht, deutlich tiefer in die Zinstasche greifen müssen. Die Mischung macht es. Durch die Risikostreuung im Portfolio kommen Kreditgeber letztlich auch auf ihren Schnitt, wenn einzelne Forderungen ausfallen.

Wo liegt also das Problem im Fall Griechenland? Erstmals ist mit einer Staatspleite das Schicksal einer Währung verknüpft, die auch in anderen Ländern als gesetzliches Zahlungsmittel eingesetzt wird. Die Risiken und Nebenwirkungen der griechischen Tragödie sind schwer zu greifen und diese Ungewissheit scheuen die Marktteilnehmer. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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