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Veröffentlicht von Redaktion "Klimawandel & Investments" am 15.04.2010

Solar Millennium und der neue Vorstand

Solar Millennium und der neue Vorstand

Über die Gründe des Rückzugs von Utz Claassen als Vorstandssprecher bei Solar Millennium wird weiter in der Finanzgemeinde spekuliert. Dazu tragen neben den Äußerungen der Anwälte Claassens in der Wirtschaftswoche auch Auftritte der IR-Verantwortlichen des Unternehmens bei.

Die Präsentation auf einer Analysten-Veranstal - tung in Frankfurt/Main eröffnete Stefan Eckhoff, Leiter der Investor Relations-Abteilung mit den Worten: „Mein CEO lässt sich entschuldigen“. Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite, doch einige lauschten danach umso argwöhnischer auf Zwischentöne. Die blieben nicht aus. Als jemand wissen wollte, wie es denn nun mit der neuen Unternehmensstrategie aussehe, schließlich habe Utz Claassen am 22. April seine Strategien vorstellen wollen, antwortete Eckkoff, ebenso schnell wie flapsig:“ wir hatten schon eine Strategie vor Claassen gehabt, und werden auch nach ihm eine haben“. Später ergänzte er auf Nachfrage, damit habe er lediglich verdeutlichen wollen, dass er hinter jeder Entscheidung des Vorstands, wer immer das auch sei, stehe. Die Gesichtszüge waren dabei total entspannt. Man weiß ja, dass es mehr Muskelanstrengung braucht, um ein ernstes oder angespanntes Gesicht zu machen. Man kann das als Hobby - psycho logie abtun oder als Hinweis verstehen, dass da tatsächlich zwischen dem „Neuen“ und den „Alten“ etwas rumorte. Und: Das man in Erlangen gar nicht so arg traurig ist, dass da einer wieder weg ist. Dabei gab es auch Stimmen auf der Konferenz in Frankfurt, die genaue Vorstellungen hatten, was ein neuer Vorstand zu ändern habe. Und zwar sofort. Die Kommunikation mit der Finanz - gemeinde sei mangelhaft. Dafür sei Eckhoff verantwortlich. Zu nennen sei das Prognose-hickhack für das laufende Geschäftsjahr und die Unklarheiten Zugestanden wird Solar Millennium allenthalben eine tolle Technik, ein gelungenes Geschäfts - modell und Chancen auf den relevanten Märkten. Die Investoren müssen jedoch zuschauen, wie ihr Unternehmen wie ein Zockerpapier an der Börse behandelt wird. Auch heute verliert der Wert wieder massiv. Da ist klar, was auf den neuen Vorstand zukommt. Vertrauen schaffen. Und wie schafft man das? Mit glaubwürdiger Kommunikation!

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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