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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 29.05.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 29.05.2011:

Börsenbrief BÖRSE am Sonntag
BÖRSE am Sonntag

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Sixt: Ausgezeichneter Mobilitätsdienstleister

Der Autovermieter hat in den vergangenen Monaten nicht nur weitere Auszeichnungen eingeheimst, was als Bestätigung des hohen Qualitätsniveaus der angebotenen Dienstleistungen gewertet werden kann, sondern überzeugt auch weiterhin mit ausgezeichneten Ergebnissen. Sixt bleibt damit ein vielversprechendes Investment.

 

Hochwertige Mobilität, innovative Lösungen und eine hohe Servicequalität, mit diesen Aspekten kann Deutschlands größter Autovermieter weiterhin punkten. Belege dafür sind nicht nur die letzten Auszeichnungen. Sixt wurde im April mit dem „Autoflotte Flotten-Award 2011“ ausgezeichnet. Die Leser der unabhängigen Fachzeitschrift „Autoflotte“ wählten den Autovermieter damit bereits zum fünften Mal zum Besten in Deutschland. Zu Jahresbeginn gab es ferner den „Business Traveller Award“ in der Kategorie „Bester Autovermieter in Deutschland 2010“, ausgelobt von der Fachzeitschrift „Business Traveller“. Immerhin auch schon die sechste Weihe in Folge. Aber nicht nur in Deutschland genießt Sixt ein hohes Renommee. So hat sich der Konzern auch in einem internationalen Branchentest des Fachmagazins „Business Traveller USA“ gegen sämtliche Wettbewerber durchgesetzt und wurde zur besten Autovermietung der Welt 2010 gekürt.

Autovermietung brummt

Auszeichnungen allein sind jedoch kein handfester Beweis für gute Geschäfte. Mit den Zahlen für das Auftaktquartal 2011 zeigt der Konzern jedoch klar und deutlich, dass insbesondere die Autovermietung weiterhin kräftig brummt. Im Zeitraum Januar bis März gab es eine weiterhin lebhafte Nachfrage, sodass der Umsatz aus Vermietung (ohne sonstige Erlöse aus dem Vermietgeschäft) um 11,1% auf 195,6 Mio. Euro zulegte. Die sonstigen Erlöse aus dem Vermietgeschäft lagen indes mit 21,5 Mio. Euro um 24,8% unter Vorjahresniveau. Laut Sixt war dafür wie erwartet hauptsächlich eine strukturelle Umstellung der Einkaufsbedingungen für Fahrzeuge verantwortlich. Insgesamt stieg der Umsatz im Geschäftsbereich Autovermietung somit um 6,1% auf 217,1 Mio. Euro. Noch erfreulicher war die Ertragsentwicklung. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte auf 22,9 Mio. Euro, nach 3,6 Mio. Euro Gewinn im Vorjahr, der noch durch hohe Kosten im Zuge der Flottenverkleinerung geprägt gewesen war. 

Dickes Gewinnplus

Im zweiten Geschäftsfeld Leasing, in dem Sixt eigenen Angaben zufolge zu den größten inländischen herstellerund bankenunabhängigen Full-Service-Leasing-Gesellschaften gehört, die Firmenund Privatkunden neben dem reinen Finanzierungsleasing eine breite Palette von zusätzlichen Dienstleistungen anbieten, um deren Mobilitätskosten zu verringern, gingen die Umsätze indes um 9,6% auf 96,5 Mio. Euro zurück. Ursache dafür ist in erster Linie der in den vergangenen Quartalen verringerte Vertragsbestand im Rahmen der Strategie, sich auf margenstärkere Abschlüsse zu konzentrieren. Die Rechnung geht auf, wie das Sparten-EBT zeigt, das im Vergleich zum Vorjahr von 3,4 auf 10 Mio. Euro zulegte. Somit trug auch dieser Bereich sein Scherflein zu der Vervielfachung des konzernweiten EBT bei, das von 8 auf 32,2 Mio. Euro schnellte. Sixt erreichte damit eigenen Angaben zufolge eines der besten Ergebnisse der bisherigen Firmenhistorie in einem ersten Quartal. Und auch unter dem Strich kletterte der Profit von 6,4 auf 22,4 Mio. Euro kräftig. Der insgesamt nur marginal um 0,7% auf 313,6 Mio. Euro gestiegene operative Konzernumsatz (ohne die stark schwankenden Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Leasing-Fahrzeuge) ist somit unserer Meinung nach kein Makel.

Chile bestätigt

Die Zahlen zeigen vielmehr, dass Sixt weiterhin auf einem profitablen Wachstumskurs ist. Der Konzern selbst gab sich ferner optimistisch für das Gesamtjahr 2011. Vor dem Hintergrund des positiven gesamtwirtschaftlichen Umfelds, was die Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen erhöht, geht der Konzern unverändert von einem Wachstum der Vermieterlöse und stabilen Umsätzen im Bereich Leasing aus. Dabei hält er an dem Grundsatz fest, der Erzielung ausreichender Margen den Vorrang vor Volumenwachstum zu geben. Daher bestätigte der Vorstand das Ziel eines weiter steigenden EBT. 2010 hatte Sixt bei dieser Kennzahl 102,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Langfristig verfolgt der Konzern zudem weiterhin die Ziele, in beiden Geschäftsbereichen überproportional zum Markt zu wachsen und nachhaltig eine EBTMarge von 10% in der Autovermietung und von 5% im Leasing-Geschäft (jeweils bezogen auf den operativen Umsatz des Bereichs) zu erwirtschaften.

Innovativ

Sixt dürfte dabei weiter kontinuierlich daran arbeiten, Präsenz, Sortiment und Serviceangebot auszubauen. Als Innovationsführer, der ständig mit neuen Ideen auftrumpft, dürfte der Konzern somit auch künftig daran arbeiten, die Fahrzeuganmietung noch schneller und einfacher zu gestalten und das Leistungsspektrum zu erweitern. Im April startete beispielsweise ein neues Carsharing-Angebot unter der Marke DriveNow. Zunächst in München und später in Berlin will man im Rahmen eines 50:50-Joint-Ventures mit BMW ein Mobilitätskonzept anbieten, das höchste Qualität bei Fahrzeugen und Service mit einer einfachen und flexiblen Nutzung verknüpft. Die Fahrzeuge lassen sich spontan überall dort anmieten und abstellen, wo Kunden sie benötigen. Damit unterscheidet sich DriveNow deutlich von Wettbewerbsangeboten und trifft zudem den Zeitgeist.

Internationalisierung

Ein weiterer Schwerpunkt ist die fortschreitende Internationalisierung. Erst im April wagte das Unternehmen den Schritt nach Uruguay. Zu Jahresbeginn war Sixt ferner in Südkorea mit einem umfassenden Angebot an Vermiet-, Limousinenund Leasing-Services und zunächst insgesamt 20 Stationen gestartet. Mittelfristiges Ziel ist es, mit integrierten Mobilitätskonzepten einen bedeutenden Marktanteil in dem Tigerstaat zu erreichen. Außerdem hat der deutsche Autovermieter mit der Eröffnung einer Station in Miami (USA) den Schritt in die USA gewagt und will hier zunächst in Florida versuchen, Fuß zu fassen, um nach einem erfolgreichen Markteintritt in anderen Bundesstaaten, beispielsweise Kalifornien, zu expandieren. Inklusive den Kernländern Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Beneluxstaaten, Österreich und der Schweiz ist Sixt bereits in weltweit mehr als 100 Staaten mit mehr als 1.800 Stationen präsent.

Fazit

Hohe Serviceund Produktqualität, innovative Mobilitätslösungen sowie große Kundennähe sind Aspekte, mit denen Sixt punktet. Entsprechend bekannt und erfolgreich ist die Marke, was sich nicht nur in zahlreichen Auszeichnungen, sondern auch in den nackten Zahlen niederschlägt. Bestes Beispiel dafür sind die Ergebnisse im Auftaktquartal 2011. Sollte sich das konjunkturelle Umfeld nicht nachhaltig trüben, dürfte der Konzern auch in den nächsten Quartalen gute Geschäfte machen und wie erwartet die Ergebnisse im Gesamtjahr steigern. Sixt hat angesichts der starken Marktposition und des vielversprechenden Geschäftsmodells verbunden mit der forcierten, aber dennoch umsichtigen und vorsichtigen Expansionsstrategie ferner mittelbis langfristig aussichtsreiche Perspektiven. Entsprechend eignet sich die Aktie als langfristiges Investment. Attraktiv ist zudem die Dividende. Sollte die Hauptversammlung am 22. Juni den Vorschlägen einer Ausschüttung (inklusive Bonus) von 1,40 Euro für die Stämme und 1,42 Euro für die Vorzüge zustimmen, ergeben sich auf den aktuellen Kursniveaus Dividendenrenditen von 3,8% (Stämme) und 4,9% (Vorzüge). 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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