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Veröffentlicht von Redaktion am 23.05.2018

Sind Sachwerte eine gute Alternative zu Börsenprodukten?

Sind Sachwerte eine gute Alternative zu Börsenprodukten?

In den letzten Jahren fiel es aufgrund einer guten konjunkturellen Entwicklung und der für die Wirtschaft günstige Zinspolitik der Fed und der EZB relativ leicht, auf dem Aktienmarkt gute Gewinne mitzunehmen.

Derzeit sehen erfahrene Analysten allerdings erste Anzeichen dafür, dass sich der Gewinnboom schon bald abschwächen könnte. Das zeigt beispielsweise ein Blick auf die Informationen, die von der amerikanischen Band Morgan Stanley an die Kunden verschickt wurde. Erfahrungsgemäß liegen die dortigen Analysten in den meisten Fällen mit ihren Prognosen richtig.


Die Zeiten leichter Verdienste im Aktiengeschäft sind bald vorbei


Der Titel des Kundenbriefs lautete „The End of Easy“. In dem Brief begründen die Analysten ihre Einschätzung damit, dass sich die Kurve des Wirtschaftswachstums in den nächsten Monaten abflachen wird. Darauf weisen die Wirtschaftsdaten aus den USA hin. Trotz aller „America first“-Bemühungen von Donald Trump reduzierte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von drei Prozent im IV. Quartal 2017 auf 2,3 Prozent im ersten Quartal 2018. Das deutet darauf hin, dass der Boom der letzten Jahre in eine Stagnation übergeht.

Dieser Trend wird nach der Meinung der Marktexperten von Morgan Stanley jetzt schon durch die Änderungen der Zinspolitik der Fed forciert. Bei der EZB lassen Änderungen der Zinspolitik noch auf sich warten, kommen werden sie aber auf jeden Fall. Dann droht der europäischen Wirtschaft das gleiche Schicksal, unabhängig davon, wie letztlich die Entscheidungen, von Donald Trump bei den Importzöllen und im Hinblick auf die Iran-Sanktionen ausfallen.


Welche Geldanlagen bringen trotz Konjunkturzyklen stabile Renditen?


Gerade in solchen Zeiten werden Sachwerte interessant. Aber auch hier lauern einige Risiken. Angesichts der in jüngster Zeit rasant steigenden Mieten und Kaufpreise liebäugeln viele Investoren mit dem Immobilienmarkt. Wer dort jetzt investiert, sollte vorsorglich mit rapiden Wertverlusten innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre rechnen. Der Grund sind die massiven Überbewertungen vieler Immobilien, die in einigen deutschen Metropolen ein Drittel der ermittelten Werte ausmachen. Bei der Bewertung dieses Risikos stimmen die Meinungen der Mitglieder des Rats der Immobilienweisen mit den Auffassungen der Marktexperten der Deutschen Bundesbank überein. Auch sie warnen bereits seit einigen Monaten davor, dass in Deutschland eine Immobilienblase platzen könnte.


Bei welchen Geldanlagen lauern derzeit die geringsten Gefahren?


Beim Investieren in Sachwerte waren einige Dinge schon immer interessant. Dazu gehören Edelmetalle und Edelsteine. Nach der Jahrtausendwende rauschten die Goldpreise für ein volles Jahrzehnt in die Höhe. Zeitweise kostete die Unze Feingold mehr als 1.700 US-Dollar. Zum Jahresende 2015 fiel er auf unter 1.100 US-Dollar und liegt aktuell bei rund 1.290 US-Dollar. Das heißt, hier treten erhebliche Schwankungen auf. Fakt ist, dass der Goldpreis auch von der konjunkturellen Entwicklung abhängig ist, weil dadurch die Nachfrage schwankt. Bei Silber ist die Situation nicht viel anders.

Derartige Risiken möchten viele Anleger nicht eingehen. Trotzdem möchten sie kleinvolumige Wertgegenstände haben, die kostengünstig beispielsweise in einem Bankschließfach gelagert werden können. Die Sachwerte sollten am besten durchweg wertstabil sein und bei der Wertentwicklung kontinuierliche Trends nach oben aufweisen. Zugunsten dieser Sicherheit sind viele Anleger bereit, Kompromisse bei der Rendite zu machen. Sie sind aber bei einigen Sachwerten gar nicht nötig, wie ein Blick auf die Anlagediamanten beweist. Hier konnten in den letzten Jahren Renditen mitgenommen werden, die deutlich über den Zinsen für Bankeinlagen und den Garantiezinsen der Versicherungen lagen. Das gilt sowohl für Rohdiamanten als auch geschliffene Schmuckdiamanten.


Fazit


Wer in unsicheren Zeiten der weiteren politischen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Zinspolitik der führenden Zentralbanken auf Vermögensanlagen mit stabilen Trends setzen möchte, ist derzeit bei Immobilien als Sachwerte häufig an der falschen Adresse. Sollen auch die gravierenden Schwankungen der Goldpreise vermieden werden, kommen als Alternative bei den Sachwerten derzeit in erster Linie Anlagediamanten infrage.


Bildquelle: by Sharon McCutcheon on Unsplash
 

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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