Schwellenländer-Anleihen als Alternative zu heimischen Niedrigzinsbonds

Veröffentlicht von kurs plus GmbH am 20.04.2012
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

PortfolioJournal

Fehlende rentable heimische Anleihen erhöhen die Neigung der Investoren, sich nach Alternativen in den Emerging Markets umzu- sehen. Infolge des starken Wirtschaftswachstums bieten Staats-und Unternehmensanleihen dieser Länder meist hohe Zinserträge bei immer besserer Bonität. Bei in Lokalwährung begebenen Anleihen können Anleger häufig zusätzlich von Währungsaufwertungen profitieren.


 

Viele Industriestaaten wurden in den vergangenen Monaten von den Ratingagenturen herabgestuft, bei zahlreichen Schwellenländern gab es eher Heraufstufungen. Und dieser Trend wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) anhalten. Danach steigt die durchschnittliche Verschuldung der 20 führenden Industriestaaten bis zum Jahre 2014 auf 110 Prozent.

Die der führenden 20 Emerging Markets sinkt dagegen auf 40 Prozent. Ein Grund: Der Anteil der Emerging Markets an der Weltwirtschaft legt kontinuierlich zu. Der Anteil am Welthandel hat sich in den vergangenen 10 Jahren auf 36 Prozent verdoppelt. Der immer stärkere Binnenkonsum macht diese Länder zudem unabhängiger von der Konjunkturentwicklung in den Industriestaaten.

In solch intransparenten Märkten bietet sich nach Meinung von Christian Böhm, Portfoliomanager der Berliner Vermögensverwaltung Hansen und Heinrich AG, ein Investment in einen aktiv gemanagten Fonds mit guten Kenntnissen der Märkte vor Ort an.

Der Pictet – Emerging Local Currency Debt (WKN: A0LARW) bietet dies. Mindestens zwei Drittel des Fondsvermögens sind in ein breit diversifiziertes Portfolio von Anleihen in der jeweiligen Lokalwährung angelegt. Darüber hinaus kann der Fonds in Geldmarktinstrumente von Schwellenländern investieren.

Im Fonds sind derzeit knapp 300 Positionen von 49 Emittenten enthalten. Die Durchschnittsrendite der im Portfolio enthaltenen Anleihen beträgt 6,74 Prozent. Stark im Fonds vertreten sind derzeit Anleihen aus der Türkei (13 Prozent), Malaysia (11 Prozent), Südafrika (10 Prozent) und Brasilien (8 Prozent). Seit Auflage Ende 2006 erzielte der Fonds eine Rendite von 77,10 Prozent.

Das erhöhte Risiko wird derzeit noch mit einem attraktivem Risikoaufschlag vergütet. Wegen der hohen Rendite und der breiten Streuung bietet sich der Fonds als Beimischung zu bestehenden Anleihenbeständen im Portfolio an. 

Investmentidee:

Anleger können mit Emerging Markets-Anleihen an der Globalisierung und dem Aufschwung der Schwellenländer partizipieren.

Chancen:

Höhere Verzinsung als in europäischen Staatsund Unternehmensanleihen und zudem mögliche Währungsgewinne bei Aufwertung von Emerging Market-Währungen.

Risiken:

Allgemeines Marktrisiko sowie ein erhöhtes politisches Risiko (Marktregulierungen, Investorenbeschränkungen etc.) 

PortfolioJournal Tipp:

Anleihen aus den Schwellenländern bieten hohe Renditen bei überschaubarem Risiko. Die Emerging Markets entwickeln sich zunehmen zu stabilen Volkswirtschaften und so zu einer guten Alternative zu Staatsanleihen aus Italien oder Spanien. 

 

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