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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 11.10.2013

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.10.2013:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Probleme werden aufgeschoben – Aktienmärkte feiern

Gestern gab es erste Annäherungsversuche zwischen Barack Obama und der Opposition. Die Schuldenobergrenze wird vermutlich erneut für einige Wochen aufgehoben, um sich mehr Zeit für Verhandlungen zu verschaffen. Die Aktienmärkte feierten.

Damit werden selbstverständlich keine Probleme gelöst, sondern nur einige Wochen nach hinten verschoben. Wie dramatisch die Verschuldungssituation eigentlich ist, will niemand so recht akzeptieren. 

In der folgenden Grafik sehen Sie die Staatsverschuldungen von Japan, Griechenland, Italien, USA, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Südkorea im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (GDP). 

Was uns diese Zahlen zeigen? Japan hat mehr als doppelt so hohe Schulden, als das gesamte Land in einem Jahr an Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftet. Knapp dahinter die bankrotten Griechen, gefolgt von Italien. Dann kommt auch schon die größte Volkswirtschaft der Welt, die USA. Das Land hat mehr Schulden aufgetürmt als das derzeitige BIP. 

Bei diesen Zahlen ist es eindeutig, dass es keinen „normalen Ausweg“ aus der Situation mehr gibt. Wie soll ein Land Schulden langfristig zurückführen, wenn das BIP niedriger ist als die gesamte Schuldenlast?


 

Somit bleibt einzig und alleine die eigene Notenbank als „lender of last resort“ übrig. Mit den aktuellen Ankäufen der FED von 45 Milliarden USD (nur der Anteil der Staatsanleihen) kauft sie bereits den größten Teil der jährlichen Neuverschuldung auf. Für 2014 rechnet man derzeit mit 777 Milliarden Neuverschuldung, die notwendig sind, um die Rechnungen bezahlen zu können. Die FED wird bei Beibehaltung des QE-Programms mehr als 500 Milliarden aufkaufen. 

Was derzeit aber vom Markt völlig vergessen wird ist, dass die FED kein normaler Kreditgeber ist. Alle Käufe von Anleihen werden mit frisch gedruckten US-Dollars bezahlt. 

Frank Doll von der Wirtschaftswoche, hat gestern einen exzellenten Artikel zum Thema Gold veröffentlicht. Ich lege Ihnen diese Ausarbeitungen wirklich ans Herz. Einige Grafiken werde ich heute für Sie erläutern. Nachfolgend sehen Sie das Goldangebot und das Dollar-Angebot seit 2000:


 

Sie sehen eindeutig, mit welcher Dynamik neue US-Dollar gedruckt wurden. In den vergangenen drei Jahren steigt die Geldmenge im Schnitt um mehr als 30% an. Das Goldangebot als Alternativwährung, ist natürlich begrenzt und die verfügbare Menge stieg um etwa 1,50% im Jahr. Wer diese Entwicklung versteht, weiß auch, warum er in Gold investiert ist. 

Inflation ist derzeit so gut wie kein Thema mehr. Dies ist das beste Zeichen überhaupt, da die wenigsten darauf vorbereitet sind! Inflation ist nicht steuerbar, nicht berechenbar. Sie entsteht durch die übertriebene Ausweitung der Geldmenge (siehe Chart) und breitet sich dann langsam oder schlagartig aus! Derzeit wird argumentiert, dass sich die US-Wirtschaft erholt, was den US-Dollar stärken wird und die FED bald damit aufhören wird, US-Staatsanleihen zu kaufen. All diese Punkte wären selbstverständlich negativ für Gold. Doch wie eingangs erwähnt, würde selbst bei einer besseren US-Wirtschaft der Schuldenstand der USA weiter steigen und einen Großteil der Neuverschuldung muss die FED finanzieren.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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