Peugeot Citroen – GM steigt aus

Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 19.12.2013
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Cleverselect Investments

Der Aktienkurs von Europas zweitgrößten Autobauer gab nach dem Ausstieg von General Motors kräftig nach und auch das jüngste Sparprogramm greift nicht wie geplant.


GM warf 25 Mio. Aktien oder rund 7% des Grundkapitals letzte Woche auf den Markt. Die Peugeot-Aktie verlor daraufhin in kürzester Zeit rund 25% an Wert.

Auch das in 2012 auferlegte Sparprogramm, welches den Abbau von 11.400 Stellen bis Mai 2014 vorsieht, liefert nicht die gewünschten Erfolge.

Das Unternehmen versprach sich von diesem Sparprogramm ab 2018 Einsparungen von bis zu 2 Mrd. € jährlich. Inzwischen geht Peugeot nur noch von Einsparungen von 1,20 Mrd. € aus.

Zudem muss das Unternehmen aufgrund schlechtlaufender Geschäfte in Russland und Lateinamerika 1,10 Mrd. € auf die Autosparte abschreiben. Die jüngsten Halbjahreszahlen lagen unterm Strich unter den Erwartungen.

Nach den ersten sechs Monaten gaben die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,82% auf 27,71 Mrd. € nach. Der Absatz brach um 13% ein.

Der Verlust lag bei 510 Mio. €, nach 657 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Viel schlechter hätte es für das Unternehmen auch in diesem Jahr nicht laufen können. Ein Gewinn ist noch lange nicht in Sicht. Die Konkurrenz aus Deutschland, insbesondere VW, ist in absolut jeder Hinsicht den Franzosen weit überlegen.



Der Wettbewerb bleibt in dieser Branche auch im nächsten Jahr natürlich sehr hoch.

Peugeot wird von der Börse nur noch mit 3,40 Mrd. € bewertet. Demgegenüber steht ein Umsatz von knapp 60 Mrd. € und ein Milliardenverlust. Ein KGV ist nicht zu ermitteln.

Gelingt dem Unternehmen der Sprung in die Gewinnzone, dann sind natürlich auf diesem Niveau wesentlich höhere Gewinne als mit einer VW, Daimler oder BMW-Aktie möglich. Allerdings stehen diesen Chancen enorme Risiken gegenüber.

 

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