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Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 17.01.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 17.01.2012:

Börsenbrief trading kompakt
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Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2012

Orangensaft: Rally zum Jahresauftakt!

Frost in Florida und Fungizide in brasilianischem Orangensaft trieben die Notierungen nach oben.

 

In der Spitze schnellte der März-Kontrakt auf über 200 US-Cent, was einem Plus gegenüber Ende Dezember von 23% entsprach. Derzeit liegt er gut 12% vorne. Weil der Markt für Orangensaft relativ klein ist, reichen bereits geringe Mengen an Kapital, um selbst bei kleineren Anlässen größere Kursausschläge auszulösen. Und die gab es. Zunächst hatten vereinzelte Nachtfröste in Florida, der weltweit zweitgrößten Anbauregion der Zitrusfrucht, Sorgen vor Schäden an den wenig kältetoleranten Orangen genährt. Zwar waren die leichten Fröste regional nur sehr begrenzt, sodass keine größeren negativen Beeinträchtigungen erwartet wurden. Der Preis stieg dennoch kräftig. Womöglich sicherten sich einige Marktakteure vor befürchteten kommenden Frostperioden ab. Andere schienen wiederum darauf zu spekulieren. Schließlich könnten die bislang punktuellen Fröste nur der Vorgeschmack auf weitere und dann ausgedehntere Kälteperioden sein.

Womöglich wurden dabei Erinnerungen an die beiden Vorjahre wach, als es im späten Januar und Anfang Februar größere Frostschäden gab. Weil in den vergangenen Jahren Rodungen von ungesunden Beständen, um die Ausbreitung einer Krankheit einzudämmen, zu einer gesenkten Produktionskapazität in Florida führten, haben größere Ernteausfälle daher das Potenzial, das Angebot sehr schnell zu begrenzen. In der vergangenen Woche kam nun einer weiterer Punkt hinzu, der noch stärkere Sorgen vor einer Verknappung des Angebots in den USA auslöste. Dort wurde ein verbotenes Fungizid in brasilianischem Orangensaft, der mehr als ein Zehntel zum Angebot in den USA beiträgt, gefunden. Dies warf Spekulationen über ein Importverbot auf und katapultierte den Preis förmlich nach oben. Vom zwischenzeitlich erreichten Hoch von mehr als 200 US-Cent kam der Preis aber schnell zurück. Die erste Reaktion war wohl übertrieben, dürfte laut den bislang vorliegenden Daten doch nur ein Bruchteil des aus Brasilien eingeführten Orangensafts betroffen sein. Sollte das Ausmaß jedoch größer sein oder sollten auch stärkere Fröste in Florida auftreten, sind weitere Zuwächse denkbar. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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