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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 22.06.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 22.06.2012:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Oracle – Aktienrückkaufprogramm

Der Softwarekonzern Oracle und stärkste Konkurrent der deutschen SAP AG publizierte am Dienstag nach Börsenschluss seine Quartalszahlen und kündigte gleichzeitig ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Mrd. $ an. Der Umsatz konnte nur um 1% auf 10,90 Mrd. $ gesteigert werden. Der Gewinn legte um 8% auf 3,50 Mrd. $ zu.

Oracle war ursprünglich Spezialist für Datenbanken, hat aber inzwischen sein Produkt-portfolio durch zahlreiche Zukäufe ausgebaut.
Die Übernahme des Serverhersteller Sun Microsystems i.H.v. 7,40 Mrd. $ war die teuerste die unrentabelste. Auch in diesem Quartal brachen die Hardwareumsätze um 16% auf 977 Mio. $ ein. Die Geschäftsführung will die Konsequenzen ziehen und künftig das Serverangebot auf wenige rentable Modelle reduzieren.

Das wichtige Neugeschäft mit Softwarelizenzen stieg um 7% auf 4,0 Mrd. $. Der Umsatzanstieg bei neuen Softwarelizenzen ist besonders wichtig, da neue Softwarelizenzen in der Regel zu Folgeaufträgen bei Updates und Wartung führen.
Konzernchef Larry Ellison kündigte an eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 Mrd. $ zurückzukaufen. Wann das Rückkaufprogramm starten soll und in welchem Umfang konkret wurde noch nicht bekanntgegeben.
Das Unternehmen wird aktuell mit 139 Mrd. $ bewertet. Der Nettogewinn wird auf Jahressicht zwischen 12 und 14 Mrd. $ liegen. Daraus resultiert ein KGV zwischen 9,92 und 11,58, was noch im Rahmen einer fairen Bewertung ist. Das kurzfristige, technische Aufwärtspotenzial liegt bei ca. 24/24,50 €. Beim aktuellen Kurs von 22,40 € ist das sehr überschaubar, hinzu kommt das Wechselkursrisiko. Für uns nicht interessant.

H & M – über den Erwartungen

Der Textilhändler Hennes und Mauritz ( H & M) konnte den jüngsten Quartalszahlen die Markterwartungen schlagen.
Der Nettogewinn stieg um 23% auf 5,22 Mrd. SEK oder 590 Mio. €. Der Umsatz konnte um 15% auf 31,70 SEK (Schwedische Kronen) oder auf 3,60 Mrd. € gesteigert werden. „Das Jahr ist gut gestartet und der positive Trend hat sich im zweiten Quartal fortgesetzt“, sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson. Die Frühjahrskollektionen seien gut angenommen worden.

H&M bietet Mode zu tiefen Preisen an. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten spielt der Preisaspekt beim Verbraucher eine größere Rolle. Zudem wechselt H&M seine Kollektionen schnell, was es leichter macht, auf Kundenwünsche bzw. eine veränderte Nachfrage zu reagieren. Trotz der angespannten Situation in vielen Ländern Europas hat H&M seinen Marktanteil nach eigenen Angaben im zweiten Quartal ausbauen können. In die Hände spielen den Textilhändlern vor allem die schnell wachsenden Schwellenländer. In China konnte H&M im zweiten Quartal den Umsatz um mehr als 60 % steigern. Wichtigster Markt ist aber nach wie vor Deutschland. Hier betrieb das Unternehmen Ende Mai rund 400 Geschäfte. Weltweit sind es inzwischen 2.600 in 44 Ländern.

Bis Ende des Geschäftsjahres will H&M 275 neue Läden eröffnen und neue Märkte wie Bulgarien, Mexiko, Lettland, Malaysia und Thailand erschließen. Auch den Internethandel will das Unternehmen weiter ausbauen. Im Herbst will H & M in den USA, dem weltweit größten Online-Markt, an den Start gehen.

Der Börse ist das Unternehmen schon wieder 42,80 Mrd. € wert. Wir sind optimistisch und gehen von einem Jahresgewinn von 2,50 Mrd. €. Selbst unter dieser optimistischen Annahme resultiert ein KGV von 17,12. Das ist kein Schnäppchen mehr. Wir setzen die Aktie auf unsere Watchlist.

Daimler AG – weiter halten

Die Daimler-Aktie verlor in dieser Woche, ähnlich wie alle anderen Aktien der Branche auch, überproportional an Wert und notiert inzwischen unter Unterstützungszone zwischen 35 und 36,90 € , siehe Chart. Hier ist so ziemlich jeder zwischen 45 und 48 € ausgestiegen und hält wenn überhaupt noch ein Drittel seiner Position.

Das Unternehmen wird inzwischen nur noch mit 34,20 Mrd. € bewertet. Selbst, wenn sich der Nettogewinn in diesem Jahr von 6 auf 3 Mrd. € halbieren würde, liegt das KGV immer noch bei fairen 11,30.
Spitzt sich die Krise weiter zu, dann wird auch die Daimler-Aktie wieder unter 30 € fallen. Wir haben weiter Geduld und greifen nicht in das fallende Messer.
Solange noch nicht klar ist wie es in Europa weiter geht halten wir uns generell im Aktienbereich weiter zurück, auch wenn das Unternehmen schon sehr sehr fair bewertet ist.

Quartalszahlen vom 23.04.12

Sei es Umsatz oder Gewinn – mit den heutigen Quartalszahlen konnte auch Daimler die Markterwartungen schlagen – für weitere Kursgewinne reichte dies allerdings nicht.
Das EBIT konnte um 5% auf 2,13 Mrd. € gesteigert werden. Der Umsatz legte um 9% auf 27,01 Mrd. € zu.
Die Kernsparte Mercedes-Benz-cars lieferte im ersten Quartal 338.300 Fahrzeuge aus, was einer Steigerung von 9% entspricht.
In der LKW-Sparte konnte der Absatz um 20% auf 107.700 Fahrzeuge gesteigert werden.
Auch der Ausblick wurde bestätigt: Im laufenden Jahr soll das EBIT nach Sondereinflüssen wieder über 9 Mrd. € betragen.
Liegt der Nettogewinn in diesem Jahr wieder bei 6 Mrd. €, dann beträgt das KGV bei der aktuellen Marktkapitalisierung von 44,80 Mrd. € 7,46, was einer sehr fairen Bewertung entspricht. Für das Unternehmen wurde auch schon ein KGV von 25 bezahlt.
Die Aktie kämpft mit der Unterstützung der 40 Euro-Marke. Diese Unterstützung hat mehr psychologischen als technischen Charakter. Im Bereich zwischen 35 und 37 liegt eine solide Unterstützung.

Verliert Sarkozy am 06.05.12, dann ist die Wahrscheinlich sehr hoch, dass die Unterstützung in diesem Bereich zumindest getestet wird, was wir zum Kauf nutzen werden.
Absatzzahlen 28.02.12
Die Daimler AG meldete heute Ihre US-Absatzzahlen für den Monat Februar 2012.
Im Vergleich zum Vormonat konnte der Absatz um 21,70% auf 19.679 Fahrzeuge gesteigert werden.
Von der Kernmarke Mercedes-Benz ergab sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 16,9 % auf 18.080 Fahrzeuge. Der Absatz des Transporter-Modells Sprinter stieg von 712 Einheiten auf nun 830 Einheiten. Beim Kleinwagen Smart wurde ein Absatz von 769 Einheiten angegeben. Am Besten verkaufte sich die C-Klasse mit 5.240 abgesetzten Einheiten.
Den höchsten prozentualen Anstieg konnte mit dem CLS erzielt werden. Hier stieg der Absatz um 89% auf 455 Einheiten.

Die Daimler-Aktie entwickelte sich diese Woche etwas schlechter als der Gesamtmarkt. Die Unterstützungszone im Bereich der 45-Euro-Marke wurde erfolgreich getestet.

Das nächste charttechnische Kursziel liegt im Bereich der 50 €-Marke, siehe Chart.
Hier ist charttechnisch und auch fundamental alles in bester Ordnung. Das Unternehmen wird inzwischen mit 47,60 Mrd. € an der Börse bewertet. Bei einem Nettogewinn von 6 Mrd. € errechnet sich ein KGV von 7,90, was einer sehr fairen Bewertung entspricht. Wir werden, wie besprochen, weiter halten.

Jahreszahlen 2011 vom 06.02.12

Die Daimler AG präsentierte gestern seine Jahreszahlen – 2011 war das Beste Jahr der Unternehmensgeschichte!
2011 lag der Nettogewinn bei sehr stolzen 6 Mrd. €. 2010 lag der Nettogewinn noch bei „nur“ 4,70 Mrd. €. Der Gewinn konnte somit gegenüber dem Vorjahr um 26,90% gesteigert werden. Der Umsatz lag bei 106,50 Mrd. €, was einer Steigerung von 8,89% gegenüber dem Vorjahreswert (97,80 Mrd. €) entspricht.

2011 konnten 2,10 Mio. Fahrzeuge ab – dies entsprach einer Steigerung von 11%.
Die Zahlen hätte eigentlich nicht viel besser sein können – alles Rekordwerte.
Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche zeigte sich sehr zufrieden: „Wir hatten uns für 2011 viel vorgenommen, und wir haben es mehr als erreicht", so Zetsche auf der Pressekonferenz.
Zetsche will weiter kräftig in Forschung und Entwicklung investieren. Nachdem 2011 bereits 5,60 Mrd. € in Forschung und Entwicklung investiert wurden, sollen es für 2012 und 2013 insgesamt noch einmal 10,90 Mrd. € investiert werden.
Zetsche unterstrich nochmals sein Ziel ab 2020 mehr Autos abzusetzen als jeder andere Premiumhersteller.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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