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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 12.12.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 12.12.2014:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Ölpreis fällt unter 60 USD

Der Ölpreis ist gestern unter 60 USD gefallen. Dies könnte eine Marke sein, bei der selbst die OPEC langsam aber sicher nervös wird. Im langfristigen 20-Jahreschart sehen Sie, dass um 60 USD die 200-Tagelinie verläuft und zugleich die 61,80% Fibonacci Unterstützung:


 

Der Ölpreis ist im freien Fall und es fällt auf, dass plötzlich jede Bank extrem negativ zum Öl gestellt ist. Diese Situation erinnert an Gold oder auch Eisenerz. Jahrelang hört man von den Analysten der Banken kaum etwas und nach einem Einbruch von 25% oder mehr kommen diese plötzlich mit noch tieferen Preiszielen an den Markt an malen Horrorszenarien auf.

Als der Ölpreis 2007 und 2008 in Richtung von 150 USD marschierte, wurden Ziele von 180 USD und höher in den Raum gestellt. PEAK OIL war das große Thema und Sondersendungen im TV machten den Bürgern Angst, dass das Öl ausgeht. Nun schreiben die Medien genau das Gegenteil: Rohstoffe reichen noch für viele Jahrzehnte

Vergleichbare Situationen haben wir auch beim Gold gesehen oder eben beim Eisenerz. Als der Eisenerzpreis über 100 USD je Tonne notierte, waren die Vorhersagen der Analysten meist positiv oder sie prognostizierten eine Seitwärtsbewegung. Als der Preis für Eisenerz auf unter 80 USD gefallen war (aktuell knapp 70 USD je Tonne) kamen urplötzlich extrem negative Studien heraus. Das Eisenerzzeitalter sei vorbei, der Preis wird noch auf 40 oder 50 USD fallen oder 100 USD werden wir nie wieder sehen.

Fazit:

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Banken egal ob beim Gold, beim Öl oder anderen Rohstoffen immer wieder das gleiche Spiel spielen. Sobald ein Rohstoff technisch angeschlagen ist, wird diese Situation dazu genutzt, massiv auf fallende Preise zu spekulieren. Um dieses Geschäft noch sicherer für die Banken zu machen, kommen in der Abwärtsbewegung Horror-Research-Reporte heraus, um die letzten zu verunsichern. 

Der Goldpreis hat gestern zweimal die Marke von 1.216 USD getestet, nachdem die 1.240 USD ein zu starker Widerstand für den ersten Anlauf war. Noch sieht die Situation ordentlich aus, es sollte aber der Bereich um 1.210 USD gehalten werden: 


Was positiv stimmt, ist die Stärke des Silberpreises im Vergleich zum Goldpreis. Die Ratio fällt, was ein gutes Signal ist. Es könnte sein, dass wir mit den Extremständen von deutlich über 75 in der Ratio einen Fehlausbruch nach oben gesehen haben. Die Ratio läuft in ein aufsteigendes Dreieck, was in der Regel eine Trendumkehr in der Aufwärtsbewegung anzeigt: 



Weniger positiv stimmen mich noch die Goldminenaktien. Diese haben am Anfang der Erholung beim Goldpreis stark mitgezogen, doch nun scheint das Momentum an Kraft zu verlieren. In der HUI-GOLD-RATIO sehen wir, dass die Ratio noch immer unter der 50-Tagelinie notiert. Es wäre ein schlechtes Zeichen, sollte die Ratio unter 0,135 fallen: 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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