Niemand mag den Euro

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 04.06.2012
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Die europäische Gemeinschaftswährung liegt auf der Intensivstation, und nicht wenige Beobachter zweifeln daran, dass die notwendige Operation gelingen und der Euro zu retten sein wird. Ohne zuviel Pathos in die Diskussion bringen zu wollen: Die Absetzbewegungen nehmen zu. Selbst in Schwellenländern, die den Euro als Alternative zum Dollar willkommen geheißen hatten, wachsen die Zweifel. In den vergangenen Monaten haben die Notenbanken ihre Euro-Bestände merklich verringert.


 

Das Sentiment rund um den Euro ist desaströs. Dazu passt, dass die Netto-Short-Positionen auf die Gemeinschaftswährung Ende Mai auf den höchsten Stand seit deren Einführung im Jahr 1999 geklettert sind. Wenn alle einer Meinung sind, kommt es an den Finanzmärkten häufig zu kräftigen Ausschlägen in die entgegengesetzte Richtung. Ein Short-Squeeze könnte dem Euro in den kommenden Tagen kurzfristig zu einer kräftigen Aufwärtsbewegung verhelfen. Wer es spekulativ mag, kann per Call-Option (z.B.: DE000GT1L999; 0,67 €) auf ein solches Szenario setzen. Mittelfristig bleibt die Perspektive jedoch weiterhin wolkenverhangen. 

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