Nach Griechenland steht mit Italien der nächste Spielverderber in den Startlöchern

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 12.07.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Die Finanzmärkte kommen nicht zur Ruhe. Kaum war etwas Ruhe eingekehrt, die Aktienmärkte hatten sich in Erwartung einer positiv verlaufenden Berichtssaison wieder gen Norden orientiert, taucht mit Italien das nächste Sorgenkind auf, das den Anlegern die Sorgenfalten wieder auf die Stirn treibt.


 

Mit einem Verschuldungsgrad von 120 Prozent des BIP nimmt Italien hinter Griechenland in der EuroZone den zweiten Rang unter den am stärksten verschuldeten Ländern ein. Die Angst, dass auch Italien demnächst ein Szenario nach dem Vorbild Griechenlands bevorsteht, treibt die Anleger dazu, ihre Depots zu bereinigen. Am stärksten sind hiervon erwartungsgemäß die Bankaktien betroffen. Einen Großteil seiner Verbindlichkeiten hat Italien bei den heimischen Kreditinstituten.

Daraus nun den Schluss zu ziehen, dass es sich um ein rein nationales Problem handelt, wäre zu kurz gedacht. Zum Ende des vergangenen Jahres hatte die Deutsche Bank/Postbank italienische Staatsanleihen mit einem Volumen von acht Mrd. € in den Depots. Die Commerzbank ist sogar mit neun Mrd. € engagiert. Italiens Staat, die Banken und die Unternehmen haben bei deutschen Gläubigern insgesamt Verbindlichkeiten im dreistelligen Mrd.-Bereich. Dagegen lässt sich Griechenland in die Kategorie Peanuts einordnen. 

 

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