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Veröffentlicht von Redaktion "zertifikate kompakt" am 11.02.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.02.2011:

Börsenbrief zertifikate kompakt
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Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Monkey Management

Stress, ein übervoller Terminkalender, Arbeit am Wochenende oder im Urlaub: Für viele Führungskräfte ist das nichts Neues. Chefs, die sich dann noch ums operative Geschäft kümmern müssen, weil die Angestellten ihre Aufgaben nicht selbstständig bewältigen und ihre Probleme beim Vorgesetzten abladen, müssen mit Ehekrisen, Burnout oder Herzinfarkt rechnen. Doch der Management-Trainer Jan Roy Edlund weiß Rat: Geschicktes Monkey Management ist die Lösung.

Monkeys sind in diesem Fall keine possierlichen Tierchen aus dem Zoo, sondern Probleme, Fragen und Aufgaben, also eher unangenehme Zeitgenossen. Vor allem, da es sich um Arbeiten handelt, die eigentlich von den Angestellten bewältigt werden sollen, die aber auf dem Schreibtisch des Chefs abgeladen werden. Der Grund: Die Mitarbeiter sind zu unselbstständig, um selbst Lösungen zu finden. Zudem sind viele überzeugt, dass nur der Chef sich bestens auskennt und daher nur er Rat weiß. Viele Manager neigen dazu, sich gleich selbst an die Problemlösung zu machen. Denn sie haben das Bedürfnis, die Dinge unter Kontrolle zu haben, sie wollen das Unternehmen voranbringen und etwas bewegen. Das hat zur Folge, dass die Mitarbeiter es sich gern leicht machen und immer wieder mit ihren Monkeys beim Chef aufschlagen. Dieser muss neben seinen Führungsaufgaben auch noch deren Jobs erledigen, bis er der Belastung nicht mehr standhalten kann. Grund genug, den eigenen Führungsstil zu überdenken, findet Jan Roy Edlund, und bietet seinen Lesern die Möglichkeit, mit einem kurzen Test zu überprüfen, wie tief sie schon im Monkey-Sumpf stecken. Im nächsten Schritt geht es darum, den Teufelskreis des Rückdelegierens von Aufgaben zu stoppen, und so macht sich der promovierte Management-Experte Edlund daran, effektive Strategien vorzustellen, die den Monkeys Einhalt gebieten. Selbstständig statt hilflos Sich einfach vollständig hinter einer fest verschlossenen Bürotür zu verbarrikadieren, da ist zwar effektiv, kann aber Nachteile haben: Vielleicht dringen so wirklich wichtige Informationen nicht oder viel zu spät zum Chef vor, und die Mitarbeiter fühlen sich möglicherweise im Stich gelassen – das Verhältnis zum Chef leidet. Edlund ist überzeugt, dass es viel bessere Lösungsansätze gibt. So hilft es zum Beispiel, wenn Mitarbeiter ihr Anliegen schriftlich einreichen müssen, eventuell per Formular. Dadurch lösen sich manche Probleme schon bereits im Vorfeld, und selbst wenn nicht, werden die Mitarbeiter dazu gezwungen, die Problematik exakt darzustellen und sich gut auf das Gespräch mit dem Chef vorzubereiten. Doch wirklich wirksam und langfristig sinnvoll ist aus Edlunds Sicht, die Monkeys per Coaching abzuwehren, wobei er den Begriff Coaching in diesem Zusammenhang als Problemlösungsmethode versteht. Der Chef kaut dem Mitarbeiter dabei nicht eine mögliche Lösung vor, sondern versteht sich als Partner, der mit entsprechenden Fragen Denkprozesse beim Mitarbeiter anstößt und ihn zu eigenen Ideen ermutigt, so dass dieser schließlich in der Lage ist, sein Problem eigenständig zu bewältigen. Auch geschicktes Delegieren oder gleich zu vermeiden, dass Monkeys überhaupt entstehen, sind weitere Aspekte, die Edlund ausführlich darstellt. Fazit: Anschaulich und unterhaltsam beschreibt Edlund, wie Manager in die Monkey-Falle geraten und wie sie sich aus der Tretmühle von immer mehr Verantwortung, Aufgaben und Terminen befreien können. Praxisnahe Tipps, Checklisten und Literaturhinweise runden den Ratgeber ab.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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