Mitte Mai droht den USA die Staatspleite

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 11.04.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Dass es tatsächlich soweit kommt, ist unwahrscheinlich, doch das Tauziehen um die Etats für die Jahre 2011 und 2012 zeigt schon einmal, dass Präsident Barack Obama in den kommenden Monaten kein leichtes Leben haben wird. Im Zentrum der Auseinandersetzungen zwischen den Demokraten und den Republikanern steht die Schuldenobergrenze, die derzeit bei 14,3 Billionen Dollar angesiedelt ist.


 

Erst nachdem sich die politischen Kontrahenten auf Einsparungen mit einem Gesamtvolumen von 39 Mrd. Dollar einigen konnten, gab es in der Nacht von Freitag auf Samstag grünes Licht für den US-Haushalt 2011. Während die Republikaner auf Einsparungen in Höhe von 61 Mrd. Dollar gedrängt hatten, wollten es die Demokraten wesentlich entspannter angehen lassen und auf Streichungen weitestgehend verzichten.

Ein Scheitern der Verhandlungen hätte dazu geführt, dass die US-Regierung zahlungsunfähig geworden wäre. Die Kuh ist damit aber längst nicht vom Eis, denn nun stehen die Verhandlungen über den Haushalt für das kommende Jahr auf der Agenda. Vertreter der Republikaner haben bereits angekündigt, hier noch stärker sparen zu wollen. Man wird nicht umhin kommen, die Schuldenobergrenze anzuheben. Für die Republikaner ist dies jedoch ein Tabuthema. Die Demokraten wiederum befürchten eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung, wenn die Sparmaßnahmen zu üppig ausfallen. Auf den zu erwartenden Kompromiss darf man ge- spannt sein. 

 

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