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Veröffentlicht von Redaktion "fonds kompakt" am 28.10.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 28.10.2009:

Börsenbrief fonds kompakt
fonds kompakt

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Metzler Eastern Europe: Neuer Schwung im Osten

Als im letzten Jahr die Börsen weltweit einbrachen, erwischte es die osteuropäischen Börsen besonders hart. Die Anleger zogen fluchtartig ihre Mittel aus den neuen Märkten jenseits von Oder und Neiße ab. Die Börsen lagen danieder, und selbst ein Staatsbankrott schien bei dem einen oder anderen Land nicht mehr ausgeschlossen. Doch die Erholung der osteuropäischen Börsen in den vergangenen Monaten war dafür umso spektakulärer. Ein Fonds, der von diesem Aufschwung stark profitiert hat, ist der Metzler Eastern Europe, dessen Wert sich im laufenden Jahr fast verdoppelt hat.

Nach Einschätzung von Markus Brück, Fondsmanager des Metzler Eastern Europe, ist die fulminante Aufholjagd an Osteuropas Aktienmärkten seit Frühjahr 2009 erst der Anfang eines längerfristigen Konjunkturaufschwungs an den osteuropäischen Börsenplätzen. Der Konvergenzprozess und das damit verbundene Aufholpotenzial dürften weiterhin die wichtigsten Wachstumstreiber für Osteuropa bleiben. Insbesondere die baunahen Wirtschaftszweige könnten von den geplanten und von der Europäischen Union finanzierten Infrastrukturprogrammen in vielen Ländern Osteuropas profitieren – und zwar die gesamte Region. „Osteuropas Wirtschaft wird dank der Mittel aus den EU-Strukturfonds auf Jahre hinweg schneller wachsen als Westeuropas Volkswirtschaften – mit dem Ziel, den Konvergenzprozess erfolgreich abzuschließen“, so Brück. Die anhaltende Verknappung der Rohstoffe sei langfristig betrachtet ein weiterer wichtiger Wachstumsmotor für Länder mit großen, teils noch nicht ausgebeuteten Bodenschätzen wie Russland, die Ukraine und Kasachstan. Zudem dürfte das nach der Krise deutlich gedämpfte Potenzialwachstum in Westeuropa viele dortige Unternehmen wieder zwingen, aus Kostengründen über Produktionsverlagerungen nachzudenken. Davon könnte der Produktionsstandort Osteuropa aufgrund niedriger Löhne und Steuern profitieren, so der Metzler-Experte.


Anlagechancen in den Randmärkten

Derzeit sieht Brück die besseren Anlagechancen in den Randmärkten Osteuropas, wie im Baltikum, in Rumänien, Bulgarien oder Kasachstan. Dementsprechend plant er aktuell, die Gewichtung dieser Regionen in den nächsten Monaten zu erhöhen. Über alle Regionen und Branchen hinweg zieht er dabei zurzeit Investments in Small und Mid Caps gegenüber Anlagen in große Standardwerte vor. „Die meisten Large Caps haben ihre Kursverluste bereits größtenteils aufgeholt“, so Brück. Dagegen lägen viele Small und Mid Caps trotz eines vielerorts signifikant verbesserten Geschäftsumfeldes und umfangreicher Kosteneinsparungen der Unternehmen noch deutlich unter ihren Höchstständen aus dem Jahr 2008 und böten daher attraktives Kurspotenzial.


Mit Kursrückschlägen ist zu rechnen

Dennoch muss durchaus zwischenzeitlich mit Kursrückgängen gerechnet werden. „Nach einer Phase, in der die Aktienkurse in Osteuropa um 50% bis 100% zugelegt haben, sind Rücksetzer in Form von Gewinnmitnahmen durchaus normal und können auch bis zum Jahresende jederzeit wieder auftreten“, so Brück. Er und sein Team versuchen, solche Phasen zum Kauf interessanter Einzeltitel zu günstigen Einstiegspreisen zu nutzen. Brück geht aber nicht davon aus, dass in nächster Zeit aus politischen Gründen Rückschläge an Osteuropas Börsen drohen. Damit teilt er allerdings nicht die Einschätzung anderer Marktbeobachter, die vor allem die fragile politische Situation in einigen Ländern der Region als kritischen Einflussfaktor auf die Aktienkurse sehen. Der Metzler Eastern Europe vollzieht die volatile Entwicklung an den osteuropäischen Märkten nach und ist daher nur für risikobewusste Anleger geeignet. So musste der Fonds im vergangenen Jahr einen Wertverlust von 63% hinnehmen. Auf Jahressicht kann der Fonds allerdings wieder eine positive Performance von 76%, im laufenden Jahr sogar von fast 98% vorweisen. Die Gebühren des Metzler Eastern Europe fallen in Rahmen seiner Kategorie aus. Der maximale Ausgabeaufschlag beträgt 5%, die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) beläuft sich auf 1,76%.


Fazit:

Der Metzler Eastern Europe hat in diesem Jahr eine außergewöhnliche Performance hingelegt. Für Anleger, die die Risiken stets im Auge behalten, ist der Metzler Eastern Europe ein bewährtes Investment, um von den aufstrebenden Märkten Osteuropas zu profitieren.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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