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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 20.01.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 20.01.2010:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Merck, Fresenius & FMC führen den DAX

Für den im August letzten Jahres verstorbenen US-Senator Ted Kennedy wurde gestern in Massachusetts ein Nachfolger gewählt. Seit 1972 ist Massachusetts eine Domäne der Demokraten und so war es eine Überraschung als der republikanische Kandidat kurz vor den Wahlen am gestrigen Dienstag plötzlich die Nase vorn hatte. Mit einem unverhältnismäßig hohen Kampagnenbudget hat er sich durch Dauerwerbesendungen an die Spitze katapultiert. Seit heute Nacht ist die Befürchtung Obamas nun zur Gewissheit geworden: Der Senatorensitz Kennedys geht nun an einen Republikaner.

Der US-Senat besteht aus 100 Senatoren und für wichtige Entscheidungen ist eine Mehrheit von 60 zu 40 erforderlich. Bis gestern hatten die Demokraten 60, die Republikaner 40 Stimmen. Nun hat sich das Verhältnis auf 59 zu 41 verändert und die Republikaner können Obamas Reformstreben blockieren.

Dies wird sich insbesondere auf die Gesundheitsreform auswirken. Als Obama vor einem Jahr das Präsidialamt übernahm wurde ein ehrgeiziger Plan für die Gesundheitsreform geschmiedet, dessen Umsetzung bis zu den nächsten Kongresswahlen im November dieses Jahres vorgesehen war. Der Tod Kennedys war in diesem Plan nicht enthalten und noch weniger hatte man damit gerechnet, einen republikanischen Nachfolger im Senat begrüßen zu müssen. Die Gesundheitsreform, die schon in den vergangenen Monaten immer weiter zusammengestrichen wurde, dürfte damit zum Scheitern verurteilt sein.

Obama hatte vorgesehen teure (patentrechtlich geschützte) Medikamente für die Allgemeinheit erschwinglich zu machen. Dies hätte Generika-Herstellern geholfen, der Pharmabranche war dies jedoch ein Dorn im Auge. Die Pharmabranche hat hohe Entwicklungs- und Zulassungskosten getragen, um neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Die Patentrechte schützen sodann die Einnahmen, damit die Anfangsinvestitionen sich auch gelohnt haben. Nur so können Pharmaunternehmen das notwendige Kapital beschaffen, um weiter zu forschen und auch in Zukunft wieder lukrative und hoffentlich auch gute Medikamente zu haben.

Durch den überraschenden Wahlsieg der Republikaner wird Obama seine Gesundheitsreform weiter zusammenstreichen müssen und am Ende wird nicht mehr viel von seinen Wahlversprechen übrig bleiben. Pharmaunternehmen jedoch werden von dieser Niederlage profitieren. Deswegen werden heute im Dow Jones Johnson und Johnson sowie Merck und Pfizer die Nase vorn haben, genau wie im DAX heute früh schon Merck, Fresenius und FMC die Liste der Tagesgewinner anführen.

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Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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