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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 16.04.2011

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 16.04.2011:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Lassen sich die bisherigen Kursgewinne der letzten vier Monate weiter hochrechnen?

Spitzenreiter wie die ALLIANZ, SAP oder BASF gehören auch für die kommenden Monate auf die Liste der Favoriten: ALLIANZ und SAP mit jeweils plus 16 % gegen plus 4,5 % im DAX. Es folgt die DT. TELEKOM mit 14 % und DT. BANK mit plus 9,4 %. Der Sonderfall DT. TELEKOM resultiert aus dem Rück- zug in den USA.

 

Das ALLIANZ-Kursziel erhöhen wir erneut. Im Vorgriff auf die Berichtszahlen neigen wir zu Kurszielen von 125 bis 130 €. In München gibt es verschiedene Versionen über aktive Akquisitionen der ALLIANZ, wobei auch SWISS LIFE als mögliches Übernahmeopfer eingeschätzt wird. Aus unserer Sicht noch etwas wichtiger: Die ALLIANZ forciert ihre Vermögensverwaltung über die Schaltstelle PIMCO. Die Gesamteinnahmen der ALLIANZ-Gruppe verschieben sich deshalb erheblich, in dem der Anteil dieser Erträge schon in diesem Jahr oder 2012 die gesamten Prämieneinnahmen übertreffen wird. PIMCO als bisher größter Bond-Manager der Welt forciert massiv das Asset-Management in Aktien, und zwar sowohl in den USA als auch in Deutschland. Ein internes Ziel geben wir unverbindlich weiter, nennen es aber: 130 Mrd € Gesamtertrag aus Prämien und Vermögensverwaltung ist die aktuelle Zielgröße per 2012. Das bedeutet: Die ALLIANZ ist nicht mehr an der Versicherungsprämie zu orientieren, sondern am Gesamtgeschäft. Letzteres ist deutlich margenstärker, wenn auch weniger kontinuierlich. In Branchenkreisen kursieren immerhin Gewinnschätzungen je Aktie zwischen 13 bis 15 €.

Die MÜNCHENER RÜCK hatten wir nach dem StoppVerkauf noch nicht neu aufgenommen, weil die Versicherungsrisiken in Japan schwer zu greifen sind.
Die bisher genannten Größen dürften aber keine neuen Überraschungen bieten. So weit die Verträge überprüft wurden, lassen sich die Restrisiken offensichtlich überschauen. Unterstellt man dies als richtig, so nähert sich die MÜNCHENER RÜCK mit den nächsten Berichtszahlen der schon beschriebenen letzten technischen Hürde einer neuen Beurteilung. Ab 135 € ergäbe sich ein Kaufsignal aus technischer Sicht und eine sichere KGV-Einschätzung von rd. 8 per 2012. Dieses KGV spielt der Markt zurzeit als voraussichtliche Bewertungslinie im Vergleich zur Nr. 2, SWISS RE, mit ebenfalls 8 und sogar 7,5 bis 7,7 für HANNOVER RÜCK. Wir investieren in MÜNCHENER RÜCK neu.

MERCK und BEIERSDORF hatten wir der BASF bereits zugeordnet, die bisher zwar nicht bedeutend, aber erkennbar besser als der DAX aussehen. Sie bleiben weiterhin eine Möglichkeit der Outperformance gegenüber dem DAX. Zwei weitere sind Teil unserer Pharmastrategie, die wir international dargestellt haben.

FRESENIUS als Mutter und FRESENIUS MEDICAL CARE als 30 %-Tochter waren in der Japan-Krise über Stopp herausgefallen und werden hiermit in die Pharma-Phalanx eingeordnet. Beide sind neben den zwei genannten Varianten ebenfalls schon deutlich besser als der DAX. Bitte unbedingt beachten:

Die amerikanischen Pharmatitel PFIZER und MERCK sind dafür die Pilotwerte, die wir mehrfach beschrieben haben. Zusammengefasst: Im Ranking hält MERCK Platz 1, FRESENIUS Platz 2, FMC Platz 3 und BEIERSDORF Platz 4, obwohl diese Aktie einen etwas anderen Hintergrund hat, wie wir beschrieben haben. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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