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Veröffentlicht von Stephan Heibel am 28.10.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 28.10.2009:

Börsenbrief Heibel-Ticker
Heibel-Ticker

Stephan Heibel - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit März 2000

Kreditkartenkrise.... Wo denn?

Vergangene Woche meldeten Capital One und American Express ihre Quartalszahlen. Die Unternehmen sind wohl die zwei aktivsten Kreditkartenbetreiber in den USA, die Höhe der rollierenden Kredite ihrer Kunden ist gigantisch. Doch noch immer wieder hört man von der bevorstehenden Kreditkartenkrise.


Mit wenig Erfolg habe ich schon mehrmals versucht, diese Mär zu enttarnen, aber vielleicht schauen sich nun die Pessimisten mal die Quartalsergebnisse der Kreditkartenbetreiber an.

Wo sind denn die Abschreibungen auf Kreditausfälle, wenn American Express die Erwartungen um unglaubliche 15,8% übertrifft?

Noch unglaublicher ist Capital One. Erwartet wurde ein Gewinn von 0,14 USD je Aktie wegen des hohen Abschreibungsbedarfs. Capital One überrascht mit exorbitantem Gewinn von 0,94 USD je Aktie, ein Überraschungseffekt von 570%.

Des Weiteren hat Visa die Dividende erhöht, ein Vorgehen, das man nicht mit Angst auf erhöhten Abschreibungsbedarf erklären kann.

Das Märchen von der Kreditblase können Sie also vergessen.

Freilich sind die Nachwirkungen der Finanz- und Immobilienkrise noch nicht völlig abgearbeitet, aber ich sehe keine schlummernden Risiken mehr in den Büchern der Banken, die ich für so gravierend halte, dass sie unsere Weltwirtschaft erneut in die Knie zwingen könnten.

Sicherlich einige Probleme muss die Bank of America noch lösen, bevor sie sich wieder aus den TARP-Fesseln des Staates befreien kann. Auch der Citigroup, deren Problemlösung bereits weiter fortgeschritten ist, fehlt dennoch noch das Kapital zur Rückzahlung der TARP-Gelder.

Auf der anderen Seite funktioniert es schon wieder mit bombenstarken Investmentgeschäften bei JP Morgan und Goldman Sachs, ebenso bei der Deutschen Bank. Vorzeitig meldete sie letzte Woche, dass erneut kräftige Investmentgewinne im 3. Quartal erwirtschaftet wurden. Mit 1,4 Mrd. Euro ist der zu erwartende Gewinn nur marginal geringer als im Quartal zuvor. Hier gilt eben auch: Zu wem geht man denn, wenn man eine Anleihe platzieren möchte? Zumeist wohl zu der Deutschen Bank. Damit ist zwar nicht unbedingt ein planbares Geschäft gesichert, dennoch ist das erreichte KGV mit 9 sehr attraktiv.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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