Klöckner & CO SE – sieht weiter rot

Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 05.11.2015
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Cleverselect Investments

Der Stahlhändler Klöckner legte in dieser Woche seine Geschäftszahlen vor und enttäuschte erneute die Märkte.


Der schuldige ist laut Klöckner-Chef G. Rühl schnell gefunden – China. 

China bzw. das chinesische Unternehmen Baosteel & Co. wirft seine „enormen Überkapazitäten“ auf den Weltmarkt und drückt damit die Stahlpreise. 

„Der Stahlmarkt ist völlig aus dem Lot geraten“, so Rühl. 

Das EBIT brach im dritten Quartal um 50% auf 30 Mio. € ein. Netto blieb ein Verlust von 9 Mio. € - nach einem Gewinn von 16 Mio. € im Vorjahreszeitraum. 

Der Umsatz gab um 78 Mio. € auf 1,597 Mrd. € nach.


 

Mit einer Erholung rechnet Rühl in diesem Jahr nicht mehr. Vielmehr erwartet Rühl ein schwaches Jahresendgeschäft bzw. weitere Einbußen. 

Die schleppende Nachfrage und der Preisdruck werden sich weiter fortsetzen, so dass von Oktober bis Dezember nur noch mit einem Ebitda vor Restrukturierungen im einstelligen Millionen-Bereich zu rechnen sei.

Für 2015 rechnet er nur noch mit einem Ebitda von bis zu 85 Mio. € - nach 191Mio. € im Vorjahreszeitraum. 

Nach einem Gewinn von 22 Mio. € im Vorjahreszeitraum, wird im laufenden Geschäftsjahr ein Verlust anfallen. Wie hoch der Verlust sein wird, gab Rühl nicht preis. 

Die Börse bewertet Klöckner aktuell mit 803 Mio. €. Demgegenüber steht ein Verlust in unbekannter Höhe. 

Der Stahlmarkt bleibt auch künftig weiter sehr stark umkämpft. Mit der Klöckner-Aktie war die letzten Jahren kein Blumentopf zu gewinnen – der Aktie läuft seit Jahren volatil seitwärts, siehe Chart.


 

In diesem Artikel erwähnt:

DE000KC01000 KCO

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