Kakao: Nächste Ernte im Blick

Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 28.08.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

BÖRSE am Sonntag

Der Kakaopreis versuchte offenbar einen erneuten nachhaltigen Aufwärtsimpuls, ausgehend von der Unterstützung szone im Bereich von 2.800 US-Dollar. Allerdings scheint ihm schnell wieder die Kraft auszugehen, sodass von fundamentaler Seite wohl weitere treibende Faktoren nötig sind.


 

Nachdem der Kakaopreis in der Vorwoche die Unterstützungszone im Bereich von 2.800 US-Dollar erneut getestet hatte und davon nach oben abprallte, gab es in der Vorwoche einen Aufwärtsimpuls, der sich an den vergangenen Handelstagen zunächst fortsetzte. Es stellt sich nun jedoch die Frage, ob es gelingt, die kurzfristige Abwärtstrendlinie sowie insbesondere die horizontalen Hürden bei 3.228, 3.253, 3.269 und 3.341 US-Dollar zu knacken. Das Widerstandscluster könnte sich als recht hartnäckig erweisen, sodass es gewichtiger Gründe bedarf, um es zu meistern.

Für Unterstützung sorgte jüngst einerseits die positive Grundstimmung an den weltweiten Rohstoffmärkten. Andererseits scheint sich bei Kakao der Fokus zu ändern. Schaute man bislang vor allem auf die Prognosen und Erwartungen zu Produktion und Verbrauch in der Saison 2010/11 (bis Ende September), gerät nun offenbar verstärkt die nächste Saison in den Blick. Und hier könnte, nachdem für 2010/11 ein weltweiter Überschuss von 300.000 Tonnen erwartet wird, wieder ein Defizit anfallen. Als Grund werden die nicht ganz so optimalen Wachstumsbedingungen in den vergangenen drei bis vier Wochen in den wichtigsten Anbauregionen genannt. Entsprechend gibt es erste Spekulationen auf ein Defizit, das nach ersten Mutmaßungen mehr als 100.000 Tonnen betragen könnte. Der weltweit tätige Agrarkonzern Cargill geht indes davon aus, dass 2011/12 das globale Angebot ausreichen dürfte, um die Nachfrage zu decken, angesichts des guten Polsters aufgrund des ziemlich großen weltweiten Überschusses 2010/11.

Der Fokus scheint sich somit zwar wirklich auf 2011/12 zu verschieben, die Prognosen sind aber noch nicht absolut stichhaltig. Erst wenn sich tatsächlich die Erwartung eines größeren Defizits durchsetzt, dürfte es daher gelingen, die charttechnischen Hürden zu knacken. 

 

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