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Veröffentlicht von Redaktion "Investmentfonds-Newsletter" am 20.05.2009

Julius Bär Absolute Return Bond Fund

Julius Bär Absolute Return Bond Fund

Die derzeitigen Kursverzerrungen an den Anleihenmärkten bieten so viele Chancen wie seit Langem nicht mehr. Insbesondere gilt dies für Anlagestrategien, die sich darauf spezialisiert haben, Bewertungsanomalien auszunutzen. Dazu gehören die Absolute Return Bond Funds von Julius Bär. Das Flaggschiffprodukt JB Absolute Return Bond Fund hat sich nun bereits seit fünf Jahren unter den verschiedensten Marktbedingungen bewährt.

Der JB Absolute Return Bond Fund feierte am 30. April 2009 sein fünfjähriges Bestehen. Der Fonds strebt eine regelmäßige, absolut positive Rendite von 2% bis 3% über dem 3-Monats-EURIBOR an. Tatsächlich hat der Fonds seit seiner Auflegung im Jahr 2004 eine Rendite von rund 18% erzielt. Der Fonds investiert hauptsächlich in fest- und variabel verzinsliche Wertpapiere sämtlicher Bonitätsstufen, Laufzeiten und Währungen. Das Anlageuniversum umfasst neben Staatsanleihen u .a. auch Unternehmensanleihen, Emerging Markets-Anleihen, Asset Backed Securities sowie derivative Finanzinstrumente. Den Schwerpunkt bilden aber liquide Anleihen mit niedrigem Risiko – wie zum Beispiel Staatsanleihen höchster Bonität – sowie kurzfristige Geldmarktanlagen. Ende März war der Fonds zu rund 93% in Anlagen, die in Euro denominiert sind, investiert.

Um eine Überrendite zu erzielen, investiert der Fonds in Anleihen, die eine Risikoprämie und damit auch ein höheres Renditepotenzial aufweisen, wie beispielsweise Unternehmens-, Schwellenländer- oder Wandelanleihen. Dies zielt auch darauf ab, breit aufgestellt zu sein, vor allem aber sollen innerhalb der einzelnen Anlageklassen Unter- und Überbewertungen sowie relative Fehlbewertungen ausgenutzt werden. Dies soll ein diversifiziertes und konstantes Ertragsprofil mit moderateren Renditeschwankungen ermöglichen.

Nach Einschätzung des Managements des JB Absolute Return Bond Fund werden auf dem Anleihenmarkt die Kreditkosten für die Unternehmen und die Risiken für außergewöhnliche Ereignisse für einen längeren Zeitraum hoch bleiben. Das entspricht einem Umfeld, in dem weder Anlagen in den Markt insgesamt noch in einzelne Werte empfehlenswert sind. Die richtige Auswahl und eine breite Diversifikation sind entscheidend. Gleichzeitig ist das Fondsmanagement der Ansicht, dass die erheblichen Kursverzerrungen hervorragende Möglichkeiten für Anlagestrategien mit Schwerpunkt auf dem "relativen Wert" bieten. Dabei steht neben dem Eingehen von Wetten auf steigende und sinkende Märkte (Long-/Shortpositionen) die Nutzung ungewöhnlicher Bewertungen im Mittelpunkt. Das Fondsmanagement ist überzeugt, dass solche Relative Value-Strategien über längere Zeit deutlich besser abschneiden werden als kurzfristige Anlagen wie Bareinlagen und Geldmarktinstrumente oder sogar Staatsanleihen. Allein aufgrund des Umfangs der Kursanomalien könnten äußerst wettbewerbsfähige Renditen erzielt werden, ohne unbedingt ein hohes Anlagerisiko einzugehen.

Diese Marktbedingungen dürften nach Meinung des Fondsmanagements für einige Zeit bestehen bleiben. Erstens sei eine kurzfristige Verbesserung der Transparenz sowohl auf makroökonomischer als auch auf Unternehmensebene unwahrscheinlich. Zweitens stünden die traditionellen Anleger noch immer unter Schock und seien nicht bereit, diese Chancen in ausreichendem Umfang zu ergreifen. Und schließlich spielten die Marktteilnehmer, die üblicherweise von Arbitrage-Situationen profitieren – insbesondere Hedgefonds oder Eigenhandelsabteilungen von Finanzinstitutionen – derzeit eine weitaus weniger wichtige Rolle.

Seit Jahresbeginn kann der JB Absolute Return Bond Fund eine Wertentwicklung von 4,3% vorweisen. Der Ausgabeaufschlag ist mit 3% als moderat zu bezeichnen. Die Verwaltungsgebühr beträgt 1%. Hinzu kommt, wie bei vielen Absolute Return- Fonds üblich, eine Performance-Fee. Diese beträgt 10% der Outperformance gegenüber dem 3-Monats-EURIBOR, wobei das High-Watermark-Prinzip Anwendung findet (d.h. die Outperformance wird am jeweiligen historischen Höchststand der Benchmark gemessen).


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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