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Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 29.03.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 29.03.2012:

Börsenbrief Actien-Börse
Actien-Börse

Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1963

Inzwischen haben alle Konjunkturforscher ihre Prognosen sowohl für dieses Jahr wie für 2013 angehoben

Besonders kleinlaut steckt der IWF zurück: „Die Weltrezession findet nicht statt.“ Unsere Zweifel an der Qualität der IWF-Prognosen haben sich damit erneut bestätigt. Vor gut 10 Wochen versuchte die IWF-Chefin, Deutschland und andere Länder in Europa mit dieser Prognose zu erpressen, das Volumen der Rettungsschirme auf 2.000 Mrd. € zu verdoppeln. Wir rufen dies ausdrücklich in Erinnerung.

 

Der neue ifo-Index verbessert sich vorsichtig, aber stetig. Damit sind wir zufrieden. Weniger überzeugend ist der Einkaufsmanagerindex, der nach dem kürzlichen Rückfall im März eine Art zweiten Boden sucht. Er deckt sich im Bild weitgehend mit dem Eindruck in Europa. Die Entscheidung fällt voraussichtlich mit den Indikatoren für April. Eine überzeugende Argumentation dagegen gibt es zurzeit nicht, aber: Die Geldmenge M3 und die Buchkredite zeigen den Ansatz einer deutlichen Erholung, der den Tatbestand der Wachstumspause erfüllt bzw. abbildet. In beiden Ergebnissen drückt sich die Entspannung im Kreditgeschäft im Allgemeinen aus.

Die deutschen Unternehmen schwimmen im Geld. Alle DAXUnternehmen haben gegenüber dem Krisenjahr 2008 ihre Liquidität um rd. 60 % erhöht. Gleichzeitig hat sich der Marktwert dieser Firmen um beinahe 20 % reduziert. Diese Liquidität deckt damit rd. 16 % der Marktkapitalisierung des DAX ab. Eine solche Relation hat es unseres Wissens noch nie gegeben. Nicht berücksichtigt sind hierbei Banken und Versicherungen nebst FRESENIUS MEDICAL.

Auf den Einsatz dieser Liquidität kommt es demnächst an.  Sie kann zu höheren Ausschüttungen führen, zu deutlich höheren Investitionen in Sachgüter, zu Übernahmen von Firmen oder schließlich als Polster „für schlechte Zeiten“. Daran ist die Kreativität des Managements zu messen. Die größte Barreserve hält übrigens VW mit über 15 Mrd. € auf dem „Sparkonto“. Gefolgt von DAIMLER und BMW in ähnlicher Größe.

Dem deutschen Kreditmarkt fehlen bislang die wirklich überzeugenden Ansätze für einen Anstieg der Kreditnachfrage seitens der Firmen und auch bezüglich der Bereitschaft der Banken, dieser Kreditnachfrage zu genügen. Indes:

Wer ist die aktivste Bank für Unternehmenskredite?

Ausgerechnet Deutschlands Problembank Nr. 1, die COMMERZBANK. Weit vor der DT. BANK und den anderen Landesbanken bzw. UNICREDIT, worin vor allem die Kredite der HYPOVEREINSBANK enthalten sind. Knapp 14 % der Bilanzsumme der COMMERZBANK steckt damit in sinnvollen Unternehmenskrediten (ohne Immobilien).

Die COMMERZBANK ist damit in der besten Position einer deutschen Großbank, das kommerzielle Kreditgeschäft in Deutschland federführend zu begleiten. Kein Kredit gilt als so gut überschaubar und ertragsorientiert wie der Firmenkredit. Lediglich der Privatkredit gilt als noch sicherer, aber erreicht nicht die Volumina.

Fazit: Die deutschen Unternehmen sind aus der Krise mit einer hervorragenden Finanzlage herausgekommen, wie es vor drei Jahren so gut wie keiner vorauszusagen gewagt hat. Dies ist der Beleg für die Aussage auf siehe Seite 1: „Krisen schaffen eine besondere Dynamik.“ 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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