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Veröffentlicht von Redaktion "PortfolioJournal" am 08.10.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 08.10.2010:

Börsenbrief PortfolioJournal
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Investmentfonds sind verbreiteter als man denkt

Mehr als jeder zweite Haushalt in Deutschland besitzt Investmentfonds. Das zeigt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des BVI Bundesverband Investment und Asset Management. Mit Fonds sparen demzufolge alle untersuchten Bevölkerungsgruppen, gemessen an ihrem Geldvermögen sogar alle in ähnlicher Intensität.

Die Deutschen haben in Fonds mehr Geld angelegt als auf dem Sparbuch oder in Aktien. Wie die ZEW-Studie belegt, besitzen 21,4 Mio. Haushalte in Deutschland Fonds - das entspricht knapp 60 Prozent aller Haushalte. In diesen Haushalten leben etwa 64,3 Mio. Menschen. Im Ganzen haben deutsche Anleger rund 805 Milliarden Euro in Investmentfonds investiert (Stand: 31.12.2009). Den Großteil davon halten sie in direkten Fondsanteilen. Der Rest kommt von Versiche - rungen und Pensionseinrichtungen, die im Durchschnitt etwa ein Viertel ihrer Kundengelder in Fonds angelegt haben. Das private in Fonds investierte Geldvermögen übersteigt somit deutlich die 577,5 Milliarden Euro, die nach Angaben der Bundesbank auf deutschen Sparbüchern liegen (Stand: 31.12.2009). Tatsächlich sparen Menschen aus allen untersuchten Bevölkerungsgruppen mit Fonds. Im Schnitt steckt rund jeder fünfte gesparte Euro in Deutschland direkt und indirekt in dieser Anlageform. Selbst Haushalte mit niedrigem Nettoeinkommen haben mit kleineren Sparbeträgen oder über Versicherungen Geld in Fonds. Gut 17 Prozent ihrer Ersparnisse sind darin angelegt. Mit steigendem Nettoeinkommen der Haushalte erhöht sich zwar der Betrag, der in Fonds angelegt ist. In Relation zum gesamten Geldvermögen eines Haushalts investieren Gering- und Gutverdiener jedoch einen ähnlichen Anteil ihres Vermögens in Fonds. Auch die Region hat keine großen Auswirkungen auf das Fondssparen. Die Einwohner Hamburgs (24,8 Prozent) und Bremens (22 Prozent) sind die fleißigsten Fondssparer, die Menschen in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen bilden mit je 18 Prozent die Schlusslichter. Auch die Differenzen nach Geschlecht des Haupteinkommensbeziehers sind marginal: Zwar haben Haushalte mit männlichen Hauptverdienern im Schnitt einen höheren Betrag in Fonds angelegt als Haushalte mit weiblichen Hauptverdienern. Gemessen am Geldvermögen haben Haushalte mit weiblichen Haupteinkommensbeziehern jedoch einen vergleichbaren Anteil direkt und indirekt in Fonds investiert wie die mit männlichen (20 Prozent zu 21 Prozent). Haushalte mit Haupteinkommensbeziehern zwischen 25 und 35 Jahren machen bei der Fondsanlage den größten Sprung: Von den 25- bis 30-Jährigen stecken durchschnittlich 2.364 Euro in Fonds. Bei den Hauptverdienern zwischen 30 und 35 Jahren ist der Anlagebetrag mit 5.157 Euro schon mehr als doppelt so hoch. Ein möglicher Grund: Den Deutschen steht ab 30 Jahren insgesamt etwas mehr Geld zur Verfügung. Geldanlage wird ihnen wichtiger - und damit auch Fonds. Auch der Anteil von Fonds am Gesamtvermögen nimmt in diesem Alter besonders stark zu: Die 25- bis 30-jährigen Haupteinkommensbezieher haben 17 Prozent ihres Kapitals in Fonds angelegt, die 30- bis 35-Jährigen 21 Prozent.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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