INTEL war der Wachmacher

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 28.04.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Aktionärsbrief

Wenn der Branchenprimus im Chipgeschäft die Analystenschätzungen so pulverisiert wie in der letzten Woche, lässt das die Aktienmärkte nicht kalt. Konzernumsatz im ersten Quartal + 25 % auf 12,8 Mrd $. Analysten hatten nur mit 11,6 Mrd $ gerechnet. Nettogewinn + 29 % auf 3,2 Mrd $ bzw. 59 Cent je Aktie, was 13 Cent besser war als erwartet. Und als wäre das nicht genug, so übertrifft auch der Ausblick auf das zweite Quartal die Erwartungen der Analystengilde. Das Stammgeschäft brummt und zeigt keine Schwäche. Besser geht es nicht. Wir erinnern uns: Mitte Januar läuteten erstklassige Intel-Zahlen zum vierten Quartal eine Aktienrally ein, die bis Mitte März den DAX um fast 600 Punkte steigen ließ.


 

IBM beeindruckt ebenfalls. Auch IBM konnte nicht nur die Prognosen schlagen und wächst beim Gewinn weiter zweistellig, sondern hat seinen

Ausblick angehoben. 13,15 $ je Aktie will man 2011 verdienen. Damit liegt das KGV bei 11, was weiteren Spielraum nach oben lässt. Sicher ist:

Der Auftakt ist gelungen. Die US-Berichtssaison ist erneut erfreulich gestartet. 72 % der Unternehmen haben die Erwartungen der Analysten übertroffen. Von den insgesamt 500 Unternehmen aus dem S&P 500-Index haben bisher 80 ihre Zahlenwerke für das erste Quartal vorgelegt. Wir gehen davon aus, dass man diese positive Überraschungsquote halten wird. Im langjährigen Durchschnitt konnten lediglich etwas mehr als 60 % der Unternehmen die Analystenschätzungen übertreffen. Die wichtigste Erkenntnis daraus aber ist:

Es wird wieder kräftig investiert. INTEL als auch IBM profitieren von einem erstklassigen Firmengeschäft. Zuerst steigen die Unternehmensgewinne, dann die Investitionen. So war es immer. Und so ist es - in Ansätzen - auch jetzt erkennbar. Das verspricht eine gute US- Konjunktur. Ende April kommt das BIP-Wachstum für das erste Quartal. Es dürften deutlich mehr als 4 % Wachstum werden.

Der US-Rating-Schock aus der Vorwoche ist komplett verdaut. Einmal mehr wurde deutlich, dass ein Investment in Staatsanleihen derzeit völlig unattraktiv ist, was dem Aktienmarkt zugutekommt. Pimco, der weltgrößte Rentenfonds, wettet inzwischen sogar mit Leerverkäufen von Staatsanleihen auf sinkende Kurse. Auch die Euro-Schuldenkrise ist für die Aktienmärkte kein Thema. Portugal ist unter den Rettungsschirm gegangen und Griechenland kommt an einer Umschuldung nicht vorbei. Das sind alles bekannte Fakten, die aber die Gewinnentwicklung der Unternehmen nicht tangieren.

Fazit: Die Aktienmärkte bleiben in ihrer Tendenz freundlich. Der Dow Jones hat ein neues Jahreshoch und damit ein Kaufsignal markiert. Der S&P 500 sowie der Nasdaq stehen kurz davor. 

 

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