HolidayCheck mit schwachem Jahresauftakt

Veröffentlicht von Börsenwerte IF Verlag GmbH am 12.05.2019
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Hanseatischer Börsendienst

Wir sehen bei weiterer Kursschwäche eine Zukaufchance.


HolidayCheck (ISIN DE0005495329, Euro 2,73) berichtete für das erste Quartal 2019 über eine recht schwache Entwicklung. Der mitteleuropäische Pauschalreisemarkt verzeichnete in den Monaten Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr eine rückläufige Buchungsnachfrage nach Pauschalreisen. In diesem Umfeld konnte das Urlaubsbewertungs- und Buchungsportal den Umsatz nur um 1,9 Prozent auf 42,2 Mio. Euro ausweiten. Dieser schwache Umsatzanstieg ist jedoch auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass das Vorjahresquartal mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 24% ungewöhnlich stark ausgefallen war. Die Ergebniszahlen blieben dabei planmäßig unter den Vorjahreswerten, im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in Marketing und Personal. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) reduzierte sich im ersten Quartal 2019 kräftig um nahezu zwei Drittel auf 1,7 Mio. Euro nach 4,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Gewinn sackte um 70% auf 1,0 Mio. Euro ab. Der Quartalsgewinn wurde somit mit nur noch 0,02 Euro nach 0,06 Euro im Vorjahresquartal ausgewiesen. HolidayCheck befindet sich derzeit in einer Investitionsphase. Dabei wird das Angebotsspektrum im Bereich Erholungsurlaub stetig ausgeweitet. Die beschleunigte Weiterentwicklung der bestehenden Produkte und Dienstleistungen in den Kernbereichen Pauschalreise, Hotel Only und Kreuzfahrt stehen dabei weit oben auf der Agenda. Darüber hinaus wird der Aufbau eines eigenen Reiseveranstalters vorgetrieben. Zudem steckt HolidayCheck derzeit viel Geld ins Marketing zur direkten Verkaufsförderung sowie auch zur nachhaltigen Steigerung der Markenbekanntheit. Trotz des schwachen Jahresauftaktes hält der Vorstand an seiner Prognose fest und erwartet für das Geschäftsjahr 2019 einen soliden Umsatzzuwachs von 7 bis 12 Prozent. Aufgrund der derzeit hohen Investitionen in Personal und Marketing erwartet der Vorstand dabei für das Geschäftsjahr 2019 ein operatives EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) innerhalb einer Bandbreite von 8,5 bis 13,5 Mio. Euro. Darin enthalten sind auch positive Effekte auf das operative EBITDA aus der erstmaligen Anwendung des International Financial Reporting Standards (IFRS) 16 in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro.

Unsere Einschätzung: Die Zahlen sind eindeutig enttäuschend und unter unseren Erwartungen ausgefallen. Doch wir erwarten derzeit keinen Knick in der langjährigen Wachstumsstory des Unternehmens auf der Umsatzseite. HolidayCheck positioniert sich derzeit durch hohe Investitionen aus unserer Sicht sinnvoll, um das Wachstumspotential weiter hoch halten zu können. Sehr positiv werten wir, dass der Vorstand im weiteren Jahresverlauf wieder eine Beschleunigung der Umsatzdynamik erwartet und somit an der Jahresprognose festgehalten hat. Sofern die Erlöse weiter steigen, wird HolidayCheck künftig massiv von der hohen Skalierbarkeit des Geschäftsmodells profitieren. Dann werden die Gewinne stärker steigen als die Umsätze. Diese Skalierbarkeit von Internet-Geschäftsmodellen wird von vielen Anlegern immer noch unterschätzt und eröffnet für geduldige Anleger die Chance auf weit überproportionale Kursgewinne. Wir sehen bei weiterer Kursschwäche eine Zukaufchance.

 

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