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Veröffentlicht von AB Wirtschaftsdienst GmbH am 13.02.2019

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 13.02.2019:

Börsenbrief Aktien-Spezialwerte
Aktien-Spezialwerte

AB Wirtschaftsdienst GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit seit 2006

HolidayCheck gründet eigenen Reiseveranstalter

Im Hinblick auf den Bewertungsvergleich mit ähnlichen Branchenunternehmen und die Skalierungsmöglichkeiten des Geschäftsmodells erscheint uns die Aktie deutlich zu günstig und bis zu Kursen von 3,30 Euro mit Kursziel 5,50 Euro kaufenswert.

HolidayCheck hat am Dienstag auf einem Kapitalmarkttag einen tiefen Einblick in das Unternehmen gegeben und dabei die Zukunftsstrategie ausführlicher vorgestellt. Vor allem wurde deutlich, dass die Zeichen hier klar auf Wachstum stehen. So will das Unternehmen in 2019 mit einem eigenen Reiseveranstalter am Markt starten, um auch eigene Urlaubspakete zu verkaufen und eine größere Wertschöpfungstiefe zu erreichen. Eine entsprechende Gesellschaft (HolidayCheck Touristik GmbH) wurde bereits am 8. Dezember 2018 gegründet. Daneben soll im laufenden Jahr weiter deutlich in den Ausbau des hochqualifizierten Entwickler-Teams und in die Perfektionierung der Webseite investiert werden, um das profitable Wachstum des Kerngeschäfts weiter voranzutreiben.

Das Unternehmen verfügt über einen großen Datenschatz an unabhängigen Nutzerbewertungen für Hotels und Urlaube und wird diesen zukünftig durch Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen noch besser nutzen. Hierbei ist zu bedenken, dass 90% der Konsumenten anderen Nutzerbewertungen trauen, aber nur 14% der Internetnutzer der im Netz geschalteten Onlinewerbung vertrauen. Zudem schrecken 49% der Nutzer davor zurück, ein Hotel zu buchen, über das keine Nutzerbewertungen vorliegen. Dadurch wird klar, welchen enormen Datenschatz die 8,8 Millionen Urlaubsbewertungen, 9,4 Millionen Nutzerfotos und die 3.000 bis 10.000 neuen Bewertungen pro Tag auf den Seiten der HolidayCheck darstellen. HolidayCheck verfügt übrigens über die bestmöglichen Softwaretechniken, um die weniger als 3% an Falschbewertungen von Hotels, die in betrügerischer Absicht abgegeben werden, sicher auszusortieren und dadurch die Datenbank rein und aussagekräftig zu halten.
Im laufenden Jahr liegt der Fokus des Managements darauf, eine noch höhere Konversationsrate zu erzielen, so dass mehr Besucher der Webseite auch gleich über HolidayCheck ihren Urlaub buchen.

Dies soll ohne Mehrausgaben im Marketing möglich sein, was die Profitabilität steigern wird. Schon in 2018 erreichte HolidayCheck ein zweistelliges Wachstum der Konversionsrate durch Optimierungen der Webseite und sieht hier noch jede Menge Potenziale für weitere Steigerungen. Wir erwarten im laufenden Jahr ein zweistelliges Wachstum im Konzernumsatz, der vor allem durch drei Faktoren getrieben werden sollte. Erstens durch den allgemeinen Trend, Urlaube vermehrt direkt im Internet und weniger offline über stationäre Reisebüros zu buchen, zweitens durch die fortgesetzte Webseitenoptimierung und drittens den Ausbau des Kreuzfahrtgeschäfts. Da die Gründung des eigenen Reiseveranstalters erst in den Anfängen ist, sehen wir durch dieses Geschäft noch keine größeren Umsatzbeiträge für das laufende Jahr, allerdings schon ein gutes Zusatzgeschäft in 2020. Weil die Marketingausgaben stabil bleiben oder nur unterproportional wachsen sollen, sehen wir zudem weitere Verbesserungen der Profitabilität voraus.

Eine konkrete 2019er Guidance hat das Unternehmen noch nicht publiziert und ist wohl erst für den 27. März zu erwarten, wenn die 2018er Zahlen publiziert werden. Aus unserer Sicht liefert das hoch professionelle Management sehr gute Arbeit ab. Das Wachstum wird durch eine ganze Reihe sinnvoller Initiativen angeschoben, wobei die Kostenseite trotzdem streng kontrolliert wird, sodass sich die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells in einer steigenden Profitabilität zeigen kann.

Im Hinblick auf den Bewertungsvergleich mit ähnlichen Branchenunternehmen und die Skalierungsmöglichkeiten des Geschäftsmodells erscheint uns die Aktie deutlich zu günstig und bis zu Kursen von 3,30 Euro mit Kursziel 5,50 Euro kaufenswert.

 

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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