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Veröffentlicht von Redaktion am 16.06.2011

Griechenland bewegt sich auf dünnem Eis

Griechenland bewegt sich auf dünnem Eis

Die Zweifel daran, dass Griechenland dem Staatsbankrott entgehen kann, werden immer größer. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will sich am heutigen Donnerstag zumindest das Vertrauen der griechischen Abgeordneten bestätigen lassen. Der Abstimmung über seinen Verbleib im Amt geht eine Umbildung der Regierungsmannschaft voraus.

 

Den Rückhalt seiner Wähler hat Papandreou längst verloren. Gegen die angekündigten Sparmaßnahmen gehen die Griechen im wahrtsen Sinne des Wortes auf die Barrikaden. In Athen demonstrieren Tausende gegen die geplanten Kürzungen und Steuererhöhungen. Die Gewerkschaften haben einen Generalstreik ausgerufen, der das Land in weiten Teilen lahmgelegt hat.

Einstweilen basteln die Vertreter der Euroländer an den Bedingungen, die mit einem weiteren Hilfspaket verknüpft werden sollen. Deutschland will die privaten Gläubiger Griechenlands ins Boot holen, steht mit dieser Haltung aber weitestgehend allein auf weiter Flur. Mit jedem Tag, den die Verhandlungen andauern, steigt die Verunsicherung bei den Marktteilnehmern. Sollte es zu einem Rücktritt des griechischen Ministerpräsidenten kommen, stehen den Finanzmärkten turbulente Zeiten ins Haus. Der Euro leidet erwartungsgemäß am stärksten unter der aktuellen Entwicklung. Innerhalb von einer Woche verlor er gegenüber dem Dollar knapp drei Prozent an Wert. 

 


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