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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 12.04.2013

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 12.04.2013:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Goldminen im Räumungsverkauf

Die Stimmung für Gold ist schlecht, die Stimmung für Goldminen unfassbar mies! Dies umschreibt es wohl recht genau. Dies spiegelt sich auch in den Bewertungsniveaus wieder. Die früher zur Bewertung hergenommene Gold-XAU-Ratio dient entweder nicht mehr als Bewertungsmaßstab für die Minen oder aber, der Markt befindet sich in einer Kapitulationsphase, wie sie nur selten zu finden ist.


 

Im Chart sehen Sie die Gold-Xau-Ratio, die das Verhältnis des Goldpreises zum Minenindex XAU ausdrückt. Je höher die Ratio, desto günstiger sind die Goldminen im Vergleich zum Goldpreis. In der Baisse-Phase des Goldpreises bis ins Jahr 2001 lag die Ratio maximal bei 6. Im Crash 08/09 bei maximal 10,5. Aktuell liegt sie bei 12,65! Will man diesem Bewertungsindikator noch einen Wert zusprechen, so könnten sich die Goldminen über das Wochenende verdoppeln und wären immer noch günstiger als 1986 bei einem Goldpreis von 320 US-Dollar.

Betrachten wir den GDX-Goldminen-Index, als den neueren Index im Gold- Sektor (Auflage erst 2006), so haben wir auch hier in den letzten Tagen die Bewertungsniveaus vom Crash 2008/2009 unterschritten. Die Ratio lag damals bei 42, aktuell bei 45,66:


 

Einzig der AMEX GOLD BUGS INDEX ist noch nicht auf der Allzeit-Hoch- Ratio (Bewertungstief) angekommen. Zum absoluten Tiefpunkt am Goldmarkt (High-Tech-Boom) lag die Ratio bei 7,25, aktuell liegt sie bei 4,87:


 

Eine andere Bewertungsmethode ist die In-Situ Bewertung, also die Bewertung einer Unze Gold eines Unternehmens im Boden. Diese liegt derzeit laut dem kanadischen Brokerhaus CANACCORD (bei den vom Broker beobachten Goldaktien) bei 46,39 USD. Im Paniktief beim Crash lag die Bewertung bei etwa 25 USD. Interessant sind die prozentualen Veränderungen der In-Situ Bewertung. Zur Finanzkrise sind sie um 75% eingebrochen, in der aktuellen Bewegung um rund 70%. Die absoluten Zahlen dienen weniger als Anhaltspunkt, da der Goldpreis in 2008/2009 ebenfalls deutlich eingebrochen war, was derzeit nicht der Fall ist. Aus diesem Grund sehe ich die prozentualen Korrekturen als aussagekräftiger an.


 

Fazit:

Die bekannten Bewertungsmethoden für den Goldminensektor zeigen zum Großteil Kapitulation bzw. eine starke Unterbewertung der Minen an. Noch sind einige Bewertungsniveaus nicht auf Allzeittief, die Frage wird allerdings sein, ob wir diese wirklich noch sehen. Rein theoretische könnte der InSitu-Wert von 46,39 USD auch wieder auf 25 USD zurückfallen. Allerdings notierte der Goldpreis damals bei unter 800 USD und aktuell bei 1.560 USD. Auch könnte die Gold-Hui-Ratio noch von 4,87 auf 7,25 steigen. Dies würde bei einem gleichbleibenden Goldpreis einen HUI von 215 Punkten anzeigen, was nochmals ein Einbruch von 32,81% wäre. Doch ich glaube, nur darauf zu warten, dass wir auf diese Mega-Crash-Niveaus fallen, ist nicht smart!


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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