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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Börsenbrief" am 02.09.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 02.09.2010:

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CURT L. SCHMITT Informationsdienste - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 1954

Goldene Zeiten für Edelmetalle

Insbesondere die Nachfrage der Institutionellen hat wieder kräftig angezogen. Exchange Traded Funds haben nach Angaben des World Gold Councils, der wichtigsten Branchen- Organisation, im Zeitraum von Mai bis Juli mit 291 Tonnen den zweithöchsten Appetit al- ler Zeiten gezeigt.

Der SPDR Funds ist nach wie vor in diesem Sektor die Nummer eins. Die jüngsten Käufe deuten darauf hin, dass spätestens Ende des Jahres neue Rekord- bestände zu verzeichnen sein werden. Die gesamte Nachfrage nach Gold entsprach mit 1.131 Tonnen exakt der Minenproduk- tion. Die Nachfrage zog gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 17 % und gegenüber dem Vorquartal um 26 % an. Die Nachfragesteigerung ist global zu sehen. Keine Region hat negative Vorzeichen zu vermelden. Das Signal für Sie: Ein besserer Einstiegszeitpunkt ist kaum denkbar. Gold steht unmittelbar vor dem Erreichen neuer Hochs bei 1.264 Dollar/Unze. Ein Break löst neue Käufe aus. Wir raten, vorher dabei zu sein. Die Panik über die Wachs- tumsverlangsamung in den USA spielt dem Edelmetall in die Hände, ist de facto aber ein eher unbedeutender Faktor. Wichtigster Kurstreiber ist nach wie vor die Rationierung der Notenbank-Verkäufe. Allerdings wechseln immer mehr Notenbanken auf die Käuferseite. Die Verkäufe des IWF konnten zuletzt ohne Probleme platziert werden. Die fast abgeschlossene Liberalisierung des chinesischen Gold-Retail-Marktes trägt Früchte: Die Käufe chinesischer Privatanleger haben sich zu- letzt mehr als verdoppelt. Mit 37,7 Tonnen lagen sie 121 % über dem Wert des Vorjahres. Für Indien deutet sich allerdings eine leichte Abschwächung an. Experten vermuten wie in der Hochzeitssaison 2008/2009 eine preissensitive Reaktion. Der hohe Goldpreis könnte Käufe verhindern. Unsere Einschätzung ist das nicht, denn die Rupie zeigt noch immer Stärke zum Dollar. Zuletzt hatten sich die indischen Goldkäufe wieder deutlich erholt. In der indischen Währung gerechnet, hat sich Gold wieder ein gutes Stück von den Hochs entfernt. Jetzt kaufen die großen Manufakturen am Weltmarkt das Gold ein, das in der Hochzeitssaison (Mitte Oktober bis Mitte Dezember) an die Retail-Kunden verkauft wird. Entsprechend birgt der Einstieg jetzt relativ geringe Risiken. Ein Rückgang des Goldpreises bis 1.160 Dollar ist möglich, größere Abschläge bewerten wir mit einer Wahrscheinlichkeit von höchstens zehn Prozent. Zusammengefasst: Das Menü ist angerichtet: Starke Nachfrage, das technische Signal eines neuen Hochs, Angst vor konjunk- tureller Abschwächung in den USA und in China, hoher Edelmetall-Appetit in Asien, saisonal bestmöglicher Einstiegszeitpunkt. Wir haben in der letzten Woche unser ungehebeltes Zertifikat um ein Produkt mit ein paar mehr „Umdrehungen“ ergänzt und liegen bereits im Plus. Je näher wir dem Break kommen, desto stär- ker flimmert die Luft. Bitte nicht zu lange abwarten!

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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