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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 11.09.2013

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.09.2013:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Gold und Minenaktien auf Unterstützungsniveau

Der Goldpreis testete gestern erneut das letzte Verlaufstief. Wir befinden uns weiterhin über der wichtigen Marke von 1.350 USD, was positiv zu werten ist.


 

Die Minenaktien notierten ebenfalls schwächer. Der HUI ging über der Marke von 240 Punkten aus dem Handel. Diese Marke ist wichtig und sollte aus technischer Sicht und Sentiment-Betrachtung nicht unterschritten werden. Mehrmals wurden in diesem Bereich Aufwärts- und Abwärtsgaps gerissen. Kurzfristig haben sich die Indikatoren deutlich abgekühlt und die Chance auf eine Verteidigung der 240er Region scheint hoch:


Wichtig für Gold ist der Realzins. Also die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen abzüglich der aktuellen Inflation. Bei diesem Punkt hat Gold seit mehreren Monaten eine scharfe Brise gegen sich, da die Zinsen aufgrund der TAPERING-Spekulation (Reduzierung von QE) deutlich steigen. Die Rendite bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen hat sich seit dem Tief mehr als verdoppelt und liegt aktuell bei knapp unter 3% p.a. Einen ähnlich scharfen Anstieg haben wir nach dem Finanzcrash von Ende 2008 bis Mitte 2009 erlebt, bevor die Renditen tendenziell wieder nach unten drehten. Die Indikatoren sind allesamt relativ überkauft:



Besser ersichtlich ist diese überkaufte Situation bei den Renditen bzw. überverkaufte Situation bei den Anleihen im folgenden Chart. Die Anleihen mussten rein technisch zu heftige Einbußen hinnehmen und die Indikatoren befinden sich auf extrem stark überverkauften Niveaus.



Die große Frage ist also, wie lange die Zinsen noch steigen können, bevor es der FED oder dem Markt zu bunt wird. Die überverkaufte Situation sticht ins Auge und die FED wird die Verdopplung der Renditen in den vergangenen Wochen mit Sicherheit eng verfolgt haben.

Vom Markt bereits wieder vergessen und verdrängt, wird im Herbst eine wichtige Diskussion zurück auf den Spielplan kommen, nämlich das US-Schuldenlimit. Dieses wurde in 2013 nach oben durchbrochen und aufgrund der Uneinigkeit zwischen Obama und den Republikanern hat man sich einfach dazu entschlossen, diese Schuldenobergrenze zunächst auszusetzen. Doch die Uhr tickt und im Oktober könnte den USA erneut das Geld ausgehen: http://www.bbc.co.uk/news/business-23845905 

Interessant auch, dass zwischen Oktober und November 370 Milliarden USD an US-Schulden zur Verlängerung anstehen:


 

Fazit: 

Wir müssen auf die Zinsen aufpassen, doch aktuell gehen wir davon aus, dass die Renditen zu hoch gestiegen sind und die FED in Anbetracht der genannten Umstände etwas gegen diese steigenden Kosten tun muss.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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